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"Troubled Blood" J. K. Rowling schon wieder in der Kritik: Ihr neuer Krimi soll transfeindlich sein

J. K. Rowling bei einer Premiere im Dezember 2019
"Harry Potter"-Autorin J. K. Rowling stand schon mehrfach wegen transphober Aussagen in der Kritik
© Angela Weiss / AFP
"Harry Potter"-Autorin J. K. Rowling sieht sich erneut Vorwürfen der Transfeindlichkeit ausgesetzt: Das neue Buch ihrer Krimi-Reihe und ihr dazugehöriges Autoren-Pseudonym werfen Fragen auf.

J. K. Rowling landete mit den "Harry Potter"-Büchern einen Welterfolg, doch auch mit Krimis begeistert sie derzeit viele Millionen Leserinnen und Leser. Kürzlich erst erschien in Großbritannien ihr neuestes Werk "Troubled Blood", das sie unter dem Pseudonym Robert Galbraith veröffentlichte. Doch das Buch löste in den sozialen Medien einen Sturm der Entrüstung aus. Rowling wird Transfeindlichkeit vorgeworfen – und das nicht zum ersten Mal.

Das neueste Werk von J. K. Rowling wirft Fragen auf

Grund für die erneut entflammte Debatte um die britische Bestseller-Autorin ist der Inhalt ihres gerade veröffentlichten Krimis. In dem neuesten Teil der Reihe um den Detektiv Cormoran Strike soll ein alter Mordfall aufgeklärt werden. Der schuldige Serienkiller in dem Roman zieht sich Frauenkleider an, bevor er seine Opfer überfällt – und nutzt gestohlene Frauenunterwäsche zur Selbstbefriedigung. In den sozialen Medien wird Rowling daher einmal mehr Transphobie vorgeworfen: Mit dem Werk greife sie typische Stereotype gegenüber Transmenschen auf und schade ihren Anliegen. Auf Twitter trendete zeitweise der Hashtag "RIPJKRowling", einige erklärten, dass die Autorin ihre Karriere damit selbst beendet habe.

Als Reaktion auf die Vorwürfe schrieb Rowling auf ihrer Website, dass die Handlung des Krimis lose auf zwei echten Kriminalfällen der Täter Jerry Brudos und Russell Williams basiere.

Ihr Pseudonym teilt sie sich mit einem "Schwulenheiler"

Doch auch ihr Pseudonym ist umstritten: J.K. Rowling zufolge setzt sich dieses aus zwei Namen zusammen: Zum einen aus Robert Kennedy, den sie als ihr Vorbild beschreibt, und dem Fantasienamen aus ihrer Kindheit, Ella Galbraith. Doch den kombinierten Name Robert Galbraith, den sie schließlich auch zur Veröffentlichung nutzt, teilt sich Rowling unter anderem mit einem bereits verstorbenen Psychiater: Robert Galbraith Heath forschte zu Konversionstherapien und veröffentlichte eine Studie zur "Umkehrung" eines Homosexuellen durch elektrische Hirnstimulation.

J. K. Rowling war in der Vergangenheit schon mehrfach aufgrund von kontroversen Aussagen in die Kritik geraten. So erklärte sie unter anderem, wenn das biologische Geschlecht in Frage gestellt würde, lösche das die Realität von Frauen weltweit aus. Erst kürzlich gab die britische Autorin aufgrund der anhaltenden Kritik einen Menschenrechtspreis zurück, den sie von einer gemeinnützigen Organisation verliehen bekommen hatte.

Quellen:"Frankfurter Rundschau", "The Guardian"

meh

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