Jennifer Aniston Ihr Leben in der Achterbahn


Erst war sie das nette Mädchen von nebenan, dann Ehefrau eines Sexsymbols - nun ist sie fast schon geschieden. Nach einem turbulenten Jahr präsentiert sich Jennifer Aniston wieder auf der Leinwand.

Nein, es sind keine leichten Monate für das Mädchen aus Sherman Oaks, Kalifornien. "Wenn einem die Leute 20 Straßenblocks folgen, um zuzusehen, wie man Klopapier kauft, sind die Dinge nicht mehr in Ordnung." Und wenn dann noch ein Fotograf auf der Lauer liegt, der mit einem Teleobjektiv ins Haus in Malibu zielt und genau dann abdrückt, wenn die Kleider gefallen sind, dann mag man verstehen, warum Jennifer Aniston es schwer hat.

Zwei Dinge machten sie bekannt: Sie spielte die Rachel Green in der äußerst erfolgreichen NBC-Serie "Friends". Und sie heiratete den mehrfach als "sexiest man alive" betitelten Schauspieler Brad Pitt im Juli 2000. Als die Ehe scheiterte - nach fünf Jahren wurde sie in diesem Sommer geschieden - sah sich die heute 36-Jährige einer Medienkampagne ausgesetzt, wie es sie in den letzten Jahren selten gab. Seither macht sie aus ihrem Privatleben ein Geheimnis. Spekulationen gibt es reichlich. Von einer möglichen Affäre mit dem Schauspieler Vince Vaugh ist in der Boulevardpresse die Rede. Mit ihm drehte sie die Komödie "The Break Up", die im Sommer 2006" in die deutschen Kinos kommen wird.

Sie ist das Patenkind von Kojak

So schwierig sich derzeit auch das Privatleben der Jennifer Aniston gestalten mag, so viel versprechend präsentierte sich zuletzt die berufliche Entwicklung der Frau griechischer Abstammung, die seit jeher Schauspielerin werden wollte. Ihr Patenonkel, "Kojak" Telly Savalas, wies wohl den Weg. Mit elf Jahren stand sie das erste Mal auf der Bühne, professionellen Schauspielunterricht nahm sie in New York. Nach ihrem Abschluss 1987 trat sie in Off-Broadway-Shows auf, 1989 nahm sie erste TV-Serienrollen an. Die Serie "Friends", die weltweit zum Erfolg wurde, änderte schließlich ihr Leben.

Zehn Staffeln drehte sie gemeinsam mit ihren Kollegen Matt LeBlanc, Matthew Perry, David Schwimmer, Lisa Kudrow und Courteney Cox-Arquette. Die Produktion endete 2004, brachte der Schauspielerin Emmy und Golden Globe ein - und zum Schluss 1,25 Millionen Dollar pro Folge. Aber: Sie legte sie auch auf Komödiantisches fest.

Ein Knallfrosch namens Shirley MacLaine

Ihr nächster Film, "Wo die Liebe hinfällt" - Start am 22. Dezember - zeigt, über welche Fähigkeiten die Schauspielerin in diesem Genre verfügt. Trotz eher mittelmäßigem Drehbuch füllt sie die Leinwand mit Charme und Esprit. An ihrer Seite agieren unter anderem: Kevin Costner und Shirley MacLaine. "Shirley kann man am besten als Knallfrosch definieren", erinnert sich Aniston. "Ich bete diese Frau an - sie ist mein Idol, und ich fasse es immer noch nicht, dass ich mit ihr arbeiten durfte. Sie ist in jeder Hinsicht absolut fantastisch." Überschwänglich lobende Worte, wie sie in Hollywood zwar üblich sind. Doch die Grande Dame des US-Kinos gilt tatsächlich als gute Ratgeberin für die jungen Kolleginnen.

Im Februar 2006 schließlich startet mit "Entgleist" eine Mixtur aus Thriller und Drama mit Hitchcock-Touch - und Jennifer Aniston in der Hauptrolle. "Ich will mehr, als nur in Romantic Comedys spielen", bekannte sie stets, und Regisseur Mikael Hafstrom erfüllte ihr diesen Wunsch. Es geht um Vergewaltigung, um Erpressung, um das Leben einer jungen Frau, das nach einem kurzen Abenteuer zum Drama wird. "Eine Achterbahn" sei das gewesen, erinnert sich Jennifer Aniston. "Nie weißt Du, was hinter der nächsten Kurve kommen wird." Im Film, und nur dort, lässt sich so etwas wirklich genießen.

Nadja Schönweitz

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