Nach mehrtägigem Schweigen hat Julio Iglesias (82) am Freitag auf die schwerwiegenden Anschuldigungen reagiert, die ihn seit Anfang der Woche weltweit in die Schlagzeilen brachten. In einem emotionalen Statement auf Instagram wies der Sänger die Vorwürfe von zwei ehemaligen Mitarbeiterinnen kategorisch zurück.
"Tiefes Bedauern"
In seinem Post schreibt Iglesias, er antworte mit "tiefem Bedauern" auf die Anschuldigungen der beiden Personen, die ehemalige Angestellte in seinem Haus waren. "Ich bestreite, jemals eine Frau missbraucht, unter Druck gesetzt oder respektlos behandelt zu haben. Diese Anschuldigungen sind absolut falsch und erfüllen mich mit großer Traurigkeit."
Iglesias gibt sich in der Nachricht kämpferisch und betont, er habe in seinem Leben noch nie eine solche "Boshaftigkeit" erlebt. Er besitze jedoch weiterhin die Kraft, seine "Würde angesichts eines so schweren Angriffs zu verteidigen" und die Öffentlichkeit über die "ganze Wahrheit" zu informieren.
Der Sänger bedankte sich zudem ausdrücklich bei seinen Anhängern und Vertrauten für die "Liebe und Loyalität", die ihm in Form von zahlreichen Nachrichten entgegengebracht worden sei. Dies habe ihm in der aktuellen Situation viel Trost gespendet.
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Julio Iglesias
Anfang der Woche hatte eine dreijährige Recherche des spanischen Portals "elDiario.es" und des Senders Univision Noticias die Vorwürfe ans Licht gebracht. Zwei ehemalige Angestellte - eine Haushaltshilfe und eine Physiotherapeutin - waren in Iglesias' Anwesen in der Dominikanischen Republik und auf den Bahamas tätig. Sie berichten von einer Atmosphäre der totalen Kontrolle und ständigen Einschüchterung. Die Recherchen stützen sich auf Interviews mit insgesamt 15 ehemaligen Mitarbeitern, die zwischen den späten 1990er Jahren und 2023 für den Sänger tätig waren.
Die beiden Frauen haben bereits formelle Anzeige bei der spanischen Audiencia Nacional erstattet. Die Vorwürfe sind Menschenhandel und sexuellen Übergriff. Die spanische Staatsanwaltschaft prüft derzeit die eingereichten Beweismittel, zu denen unter anderem WhatsApp-Nachrichten, Anruflisten und medizinische Berichte gehören sollen.