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CD-Kritiken: Papa Hammond erobert die Bühne zurück

Es war ein langer Erziehungsurlaub, den Albert Hammond sich genommen hat. Jetzt, da der Sohn als Gitarrist der "Strokes" brilliert, hat er wieder ein eigenes Album produziert - eine melancholische Hommage an sich selbst.

Von Sarah Huber und Florian Güßgen

Genau 23 Jahre ist es her, dass Albert Hammond der Ältere das letzte Mal ein eigenes Album herausgebracht hat. Er habe sich um seinen Sohn kümmern wollen, erklärt er in einem Berliner Hotel - Albert Hammond Junior. Deshalb habe er auf den ganzen Musik-Rummel verzichtet, auf die Bühne, auf die Gigs, auf den direkten Kontakt mit dem Publikum.

Geld für eine ausgedehnte Pause hatte Hammond genug

Genug Erfolg und Geld hatte Hammond ohnehin. Nicht nur wegen des - was für ein legendär furchtbarer Begriff - "Evergreens" "It never rains in Southern California", der ihm 1972 zum Durchbruch verholfen hatte, sondern auch wegen Hits wie "The Free Electric Band" oder "Down by the River". Vor allem jedoch hatte er für andere geschrieben, für Julio Iglesias etwa ("To all the girls I have loved before") oder für Leo Sayer ("I want you back"). Die Tantiemen reichten schon damals für ein geruhsames Leben im sonnigen Kalifornien.

Gearbeitet hat Hammond jedoch auch während seiner ausgedehnten Elternzeit. Für Joe Cocker etwa hat er Lieder geschrieben, oder für Whitney Houston, für Tina Turner, für Chris de Burgh, oder für Barry Manilow. Eine Statistik besagt, dass er mittlerweile bei 360 Millionen weltweit verkauften Platten mitgewirkt hat. Nur selbst gesungen hat er nicht mehr. "Ich habe nicht viel Zeit mit meinen beiden Töchtern aus erster Ehe verbracht", erklärt Hammond. "Und als Albert Junior 1980 zur Welt kam, spürte ich, dass ich mehr Zeit mit ihm verbringen wollte, um ihm das zu geben, was ich meinen beiden ersten Kindern nicht geben konnte."

Mittlerweile ist der Sohn prominenter als der Vater

Jetzt ist der Bub groß. Sehr groß sogar. Als Gitarrist der New Yorker Band "The Strokes", die spätestens seit 2004 hip ist, ist Abert Hammond Jr. mittlerweile prominenter als sein 61-jähriger Vater. Im vergangenen Jahr habe es ihn dann gepackt, berichtet der Ältere. Just an seinem 60. Geburtstag, inmitten des Trubels der Feier in einem New Yorker Restaurant, habe er verkündet: "Ich mache eine neue Platte." Und dann habe er sich hingesetzt und "Revolution of the Heart", das neue Album, geschrieben und produziert. Alleine. Ohne Musikkonzern im Rücken. "Ich hatte zwei Jahre lang darüber gesprochen, ein neues Album aufzunehmen", erklärt Hammond seinen Beschluss. Auch sein Sohn habe ihn dazu gedrängt, sein Geld endlich in ein eigenes Projekt zu stecken statt immer nur in die Projekte anderer. "Das habe ich dann einfach getan", berichtet Hammond.

Buddy Holly und Johnny Cash unterstützten Hammond

Herausgekommen sind 14 entspannte, melancholische Lieder, die die Melodien der 50er und der 60er Jahre wiederhallen lassen. Hammonds Thema auf "Revolution of the heart" ist dabei seine eigene Biografie, er blickt zurück, zieht Bilanz, mit Rhythmen, die an seine Idole erinnern sollen, an Buddy Holly oder Johnny Cash. "Als ich das Album aufgenommen habe, haben mir Künstler wie Buddy Holly, Bob Dylan, Elvis, John Lennon und Johnny Cash geholfen," erzählt er. "Wenn ich sage, dass sie mir geholfen haben, meine ich, dass diese Künstler wirklich dabei waren. Es fühlte sich so an - obwohl das verrückt klingt."

Melancholischer Rückblick

Mit seinem Album, das es seit wenigen Wochen auch in Deutschland zu kaufen gibt, hat es der gebürtige Brite, der in Gibraltar als Sohn eines Elektrikers aufwuchs, geschafft, seine eigene Erfahrung und Gelassenheit in Musik zu übersetzen. Er musste diese Lieder nicht aufnehmen, nicht wegen des Geldes und auch nicht wegen des Ruhms. Und deshalb klingen sie auch nicht, wie bei so vielen, nach dem zwanghaften Versuch eines abgehalfterten Stars, wieder in die Charts zu kommen. Sie spiegeln vielmehr den etwas traurigen Rückblick eines Musikers wider, der sich weiter entwickelt hat. Alleine "This side of midnight", "Dream" oder auch "I'll be here for you" machen das Album hörenswert.

Ein Stück seiner selbst wieder entdeckt

Albert Hammonds Begeisterung für das eigene, das neue Album ist ansteckend. Wenn er von dem Spaß erzählt, den ihm die Promotion-Termine bereiten, von der Begeisterung, die ihm auch bei kleinen Gigs entgegenschlägt, wirkt das glaubwürdig. Wenn Hammond, der immer ein wenig aussieht wie Dustin Hoffmann, mit Jeans und weit aufgeknöpftem Hemd auftritt, spürt man die Freude, die ihm sein neuer alter Job bereitet. Irgendwie, so scheint es, hat der Mann mit dem Album auch ein Stück seiner selbst wieder entdeckt. Es ist gut, ihm dabei zuzuhören.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(