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Sebastien Jondeau im Interview Sein ehemaliger Assistent verrät: Daran soll Karl Lagerfeld gestorben sein

Karl Lagerfeld soll an Prostatakrebs gelitten haben
Karl Lagerfeld soll an Prostatakrebs gelitten haben
© Vittorio Zunino Celotto / Getty Images
20 Jahre lang war er Karl Lagerfelds Assistent, nun hat Sebastien Jondeau im Interview mit dem französischen Magazin "Paris Match" verraten, woran der Designer wirklich gestorben sein soll. 

Am 19. Februar 2019 musste die Welt Abschied von einem ganz Großen der Modewelt nehmen: Karl Lagerfeld verstarb in seiner Wahlheimat in Paris. Schon zuvor musste er aus gesundheitlichen Gründen erstmals den Modenschauen von Chanel fernbleiben. Es gehe ihm nicht so gut, hieß es damals nur in einem offiziellen Statement. Die Todesursache blieb bis heute geheim. Von Bauchspeicheldrüsenkrebs war oftmals die Rede. Nun hat Karl Lagerfelds persönlicher Assistent, Sebastien Jondeau, in einem Interview mit dem französischen Magazin "Paris Match" über die mögliche Todesursache gesprochen.

Demnach soll sich Karl Lagerfeld schon im Sommer 2015 an ihn gewandt und gesagt haben: "Ich habe ein Problem, ich kann nicht pinkeln." Kurze Zeit später habe er die Diagnose Prostatakrebs erhalten, versichert Jondeau im Interview: "Karl litt an Prostatakrebs. Nicht Bauchspeicheldrüsenkrebs, was nach seinem Tod jeder gesagt hat." Es sei allerdings sehr schwierig gewesen, geeignete medizinische Behandlungen zu finden, erklärt der 44-Jährige im Interview: "Manchmal bekamen wir gute Nachrichten, manchmal schlechte." Jondeau habe sich sehr um Lagerfeld gekümmert, erklärt er weiter.

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Die Krankheit sei ein tägliches Diskussionsthema gewesen. Bis zum Schluss hätten Sebastien Jondeau und Lagerfeld auf ein Wunder gehofft, erklärt sein ehemaliger Weggefährte. Selbst am Sterbebett habe Lagerfeld noch gehofft, aus dem Krankenhaus entlassen zu werden, sagt Jondeau dem Magazin. 

Karl Lagerfeld

Karl Lagerfeld erzählte nur wenigen von seiner Krankheit

Es habe aber kaum jemand von der Erkrankung des Designers gewusst. "Bis zu seinem Tod wusste keiner seiner Verwandten davon", erzählt Jondeau dem französischen Magazin. Lagerfeld hatte bekanntermaßen keine allzu gute Beziehung zu seiner Familie und ließ kaum jemanden an sich heran. Nicht abwegig also, dass er sich ihnen nicht anvertraute. Mit Jondeau arbeitete er dagegen 20 Jahre lang eng zusammen. Der Designer habe seinem Assistenten viel anvertraut, ihm etwa alle zwei Stunden Nachrichten geschrieben, erklärt der 44-Jährige. "20 Jahre lang habe ich weder Urlaub gemacht noch mit meinen Freunden zu Abend gegessen, wie ich es mir gewünscht hätte." Karl Lagerfeld hätte ihn zu sehr eingenommen.

Jondeau sagt aber auch, dass er die Zeit sehr genossen habe und Lagerfeld immer für seine Freunde da gewesen sei. Es gebe auch noch viele weitere private Dinge, die Jondeau erzählen könnte, aber es nicht tun werde, sagte er dem Magazin "Paris Match" weiter. Das habe er Karl Lagerfeld versprochen. 

Verwendete Quelle: "Paris Match"

maf

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