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Katy Perry: Tochter aus evangelikalem Hause

Den Namen des Teufels aussprechen? Verboten! Weltliche Musik? Tabu! In ihrer Kindheit litt Popstar Katy Perry unter ihren streng religiösen Eltern. Mittlerweile hängt der Haussegen aber wieder gerade. Zumindest ein bisschen.

Hinduismus als Flucht vor dem Christentum: Popstar Katy Perry hat im Interview mit dem US-Magazin "Vanity Fair" bekannt, unter einer streng religiösen Erziehung gelitten zu haben.

"Ich hatte keine Kindheit", hielt die 26-Jährige kritisch Rückschau. Im Elternhaus des evangelikalen Pastorenehepaars war es streng verboten, das Wort "Teufel" (engl. "devil") auszusprechen - in welchem Zusammenhang auch immer. Selbst Worte wie "deviled eggs" (gefüllte, sehr scharf gewürzte Eier) oder "Dirt Devil" (Staubsaugermarke) blieben tabu. Weltliche Musik konnte die Sängerin nur heimlich bei ihren Freunden hören.

Doch schon als Kind habe sie begonnen, die starren Regeln ihrer Religion zu hinterfragen. "In meinem Glauben muss man einfach glauben. Ich aber wollte immer wissen, warum", so Perry zur "Vanity Fair".

Heute sei die Sängerin dagegen für vieles offen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem britischen Komiker Russell Brand praktiziere sie Hinduismus. "Ich habe auch [mit dem Meditieren] angefangen, weil ich so mein Zentrum finde", erklärte Perry. Auf diese Weise konnte sie auch mit ihren Eltern Frieden schließen: "Ich versuche nicht mehr, sie zu ändern, und ich glaube, sie versuchen auch nicht mehr, mich zu ändern."

jwi (mit DPA)
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