HOME

Klum vs. Versandhaus: Otto fühlt sich von Heidi im Stich gelassen

Top-Model Heidi Klum wurde vom Otto-Versand gekündigt, weil sie schwanger sei. Sagt Heidi. Otto hingegen behauptet, Klum habe Termine nicht eingehalten und sei deswegen gefeuert worden.

Mit gegenseitigen Vorwürfen haben der Otto-Versand und Heidi Klum ihre Zusammenarbeit beendet. Das Top-Model verkündete auf ihrer Homepage unter der Überschrift "Otto fand ich gut", dass das weltgrößte Versandhaus ihr wegen ihrer Schwangerschaft gekündigt habe. Dagegen teilte das Unternehmen in Hamburg mit, Heidi Klum habe ohne Angabe von Gründen Termine nicht eingehalten. Die Zusammenarbeit mit ihr werde deshalb Ende dieses Jahres beendet.

Die letzten von Heidi Klum designten Kollektionen für junge Frauen und Babys sollen in dem Herbst-/Winter-Katalog 2005/2006 erscheinen. "Gerne hätten wir mit Heidi Klum die erfolgreiche Zusammenarbeit für die Frühjahrs-/Sommer-Saison 2006 fortgesetzt", teilte Otto mit. Sie habe jedoch für einen lange anberaumten Workshop im März "plötzlich und ohne Angaben von Gründen nicht mehr zur Verfügung gestanden".

Zudem stehe sie für Foto-Aufnahmen als Model im Herbst nicht mehr zur Verfügung. Damit sei die Grundlage für eine weiterhin gedeihliche Zusammenarbeit nicht mehr gegeben. "Wir bedauern das sehr, freuen uns mit Heidi und Seal über die baldige Geburt eines hoffentlich gesunden Kindes und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit in diesem Jahr", erklärte das Versandhaus.

Klum hatte am 18. März bestätigt, dass sie mit ihrem Partner, dem Popsänger Seal, ein Baby erwarte. Die Umstände der Trennung vom Otto-Versand stellte sie nun ganz anders dar: Otto habe "von einer Klausel Gebrauch gemacht und meinen Vertrag gekündigt, weil ich schwanger bin".

Schwangerschaft sei kein Hindernis

Wie die Nachrichtenagentur AP aus unternehmensnahen Kreisen erfuhr, bestreitet der Otto-Versand diese Darstellung. Die Schwangerschaft sei für die Fortsetzung der Zusammenarbeit kein Hindernis gewesen. Schließlich habe das Model auch vor der Geburt ihres ersten Babys den Vertrag mit dem Versandhaus eingehalten.

Es sei jedoch "völlig bizarr", dass Klum Termine für Otto absage und gleichzeitig in deutschen Medien und Werbespots "sehr präsent" sei. "Frau Klum hat wohl zu viele Engagements", hieß es. Otto werde 2006 mit einem anderen Model zusammenarbeiten.

Auf ihrer Website schloss Klum selbst unterdessen nicht aus, demnächst eine neue, andere Modekollektion herauszugeben.

Dreharbeiten würden sie langweilen

Ambitionen, eine Schauspielkarriere zu starten, hat Heidi Klum allerdings nicht, auch wenn sie mit ihrer Show im US-Fernsehen noch populärer geworden ist. "Richtige Schauspieler hängen oft vier oder fünf Monate an einem Drehort herum, da würde ich einen Anfall kriegen", sagte die 31-Jährige der Zeitschrift "Reader's Digest Deutschland". Sie mache lieber viele unterschiedliche Sachen. "Außerdem müsste ich ja noch eine Schauspielschule besuchen", sagte Klum.

Bei ihren Verträgen hält sie trotz Unterstützung ihres Vaters die Fäden in der Hand. "Auch wenn ich einen Werbejob zugesagt habe, rede ich mit, bis die Anzeigen gedruckt sind oder die Spots ausgestrahlt werden - egal, wie bedeutend der Auftraggeber ist." Für manche Produkte möchte sie übrigens nicht werben, "beispielsweise für Zigaretten". Zu ihren karitativen Engagements sagte Heidi Klum: "Viele Leute brauchen Hilfe, und die muss nicht immer in der Öffentlichkeit stehen", meint der Top-Star.