König Charles III.
Mit Umhang und Fanfaren zur Ordenszeremonie

König Charles III. in seinem feierlichen Gewand vor der St. Paul's Cathedral.
König Charles III. in seinem feierlichen Gewand vor der St. Paul's Cathedral.
© imago/Avalon.red / Justin Ng / Avalon

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Erstmals als König hat Charles III. einer ganz bestimmten Ordenszeremonie in der St. Paul's Cathedral vorgestanden.

Zum ersten Mal seit seiner Krönung im Jahr 2023 hat König Charles III. (77) die Weihe- und Gedenkzeremonie des Order of St. Michael and St. George geleitet. Am Donnerstag versammelten sich die Mitglieder des altehrwürdigen Ritterordens in der Londoner St. Paul's Cathedral - und der Monarch war der Mittelpunkt eines besonders feierlichen Zeremoniells, wie unter anderem "The Standard" berichtet.

Schon auf den Weststufen des Gotteshauses setzte das Protokoll ein: Staatstrompeter bliesen eine Fanfare, als der König eintraf. Dame Susan Langley (62), Lady Mayor der City of London, begrüßte Charles noch im Freien, bevor er in einen blauen Umhang gehüllt das Innere der Kathedrale betrat. Dort empfing ihn Queen-Cousin, der Herzog von Kent (90), als Großmeister des Ordens.

Ein Orden mit historischen Wurzeln

Die rund einstündige Feier war weit mehr als eine protokollarische Pflichtübung. Charles schritt durch das Kirchenschiff an der Seite eines Chores, der Leibgarde Seiner Majestät - dem Honourable Corps of Gentlemen at Arms - und der Lady Mayor. Hinter dem Altar unter der Kuppel sprach der König die Worte: "Gedenken wir vor Gott der kürzlich verstorbenen Ordensmitglieder." Anschließend wurden die Namen der seit der letzten Zeremonie verstorbenen Ordensmitglieder verlesen. Am Ende der Zeremonie ertönte erneut eine Fanfare, die Gemeinde sang die Nationalhymne, und der König verließ die Kathedrale wieder.

Der Order of St. Michael and St. George wird an Personen verliehen, die sich in einem fremden Land oder im Zusammenhang mit ausländischen und Commonwealth-Angelegenheiten besonders verdient gemacht haben. Die Ehrungen werden jährlich vom König auf Empfehlung des Premierministers vergeben. Der Orden gilt als eines der ranghöchsten Ehrenzeichen des britischen Staates für diplomatische und außenpolitische Verdienste.

Gegründet wurde er 1818 vom Prinzregenten, dem späteren König Georg IV. (1762-1830), als die Ionischen Inseln unter britischen Schutz und Malta unter britische Souveränität gestellt wurden. Ursprünglich diente die Auszeichnung dazu, Bürger dieser Gebiete für ihre Dienste zu würdigen. Die Weihe- und Gedenkfeier in der St. Paul's Cathedral findet in der Regel alle vier Jahre statt.

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