Königin Sonja von Norwegen (88) muss kürzertreten. Nach Untersuchungen wurde bei der 88-Jährigen Vorhofflimmern und Herzinsuffizienz festgestellt - der Palast teilte mit, dass sie für eine Woche krankgeschrieben sei. Eine Krankenhauseinweisung sei nicht nötig, Sonja werde die Zeit zu Hause verbringen. Im Vordergrund stehen laut Palast Ruhe und die Anpassung ihrer Medikation.
Bereits früher in der Woche hatte die Königin laut NRK ein geplantes Programm wegen Vorhofflimmerns absagen müssen. Zunächst hatte der Palast noch signalisiert, sie werde an künftigen Terminen teilnehmen können. Diese Hoffnung hat sich nun zerschlagen.
Geplante Reise fällt für die Königin aus
Besonders spürbar wird die Erkrankung in dieser Woche: Das Königspaar hatte eine dreitägige Reise durch vier Gemeinden der norwegischen Provinz Vestland geplant. Mit diesem Besuch hätten Harald und Sonja alle Gemeinden der Region besucht - ein Etappenziel auf dem Weg, sämtliche Kommunen des Landes kennenzulernen. König Harald wird den Trip vom 26. bis 28. Mai nun allein antreten.
In dem Ende April veröffentlichten Programm wurden Besuche der Gemeinden Etne, Samnanger, Vaksdal und Askvoll angekündigt. Das Königliche Schiff KS "Norge" werde für Teile der Reise genutzt. Bei den Auftritten in den Gemeinden sollen etwa Begegnungen mit den Gemeindemitgliedern, ein Kirchenbesuch oder ein Unterhaltungsprogramm mit Reden, Musik und Darbietungen erfolgen.
Für die Königin ist es nicht das erste Mal, dass ihr Herz ihr Probleme macht. Im Januar 2025 erhielt sie einen Herzschrittmacher. Schon im vergangenen Frühjahr musste sie per Luftrettung vom Urlaubsdomizil der königlichen Familie, der Prinsehytta in Sikkilsdalen, ins Rikshospitalet gebracht werden - damals wegen Atemnot, die weitere Untersuchungen nötig machte.
Vorhofflimmern sei eine weit verbreitete Erkrankung, jeder Dritte über 75 Jahren sei betroffen, sagte Kardiologe und Oberarzt Dan Atar dem NRK. Die Symptome variierten stark - manche Patienten bemerkten kaum etwas, andere fühlten sich erheblich beeinträchtigt. Lebensbedrohlich sei die Erkrankung nicht, solange Schlaganfällen durch eine blutverdünnende Behandlung vorgebeugt werde, betonte Atar.