Königliche Fakten "Die Queen weiß alles"


Eine offizielle Verlautbarung des Buckingham-Palastes gibt zum 80. Geburtstag der Queen 80 königliche Fakten bekannt. Ihr gehören Wale, Delfine und eine Botschaft auf dem Mond. Und laut Prinz Andrew weiß sie einfach alles.

Die britische Königin ist gut informiert: "Sie weiß alles. Alles", verriet ihr Sohn Andrew dem Magazin "Time". "Ich weiß nicht, wie sie das macht." In dem Interview lobte Andrew auch den Sinn für Humor von Elizabeth II. Als Beispiel dafür, dass die Queen auch über eigene Missgeschicke lachen könne, führte der Prinz ein Abendessen im Familienkreis an: Elizabeth sei aufgestanden, ein Diener habe ihren Stuhl nach hinten gerückt. Die Königin habe sich jedoch entgegen der Erwartung des Bediensteten wieder setzen wollen - und es sei kein Stuhl mehr da gewesen. "Alle haben gelacht und gelacht, einschließlich der Queen", berichtete Andrew.

Der Queen gehört fast alles

Die Queen weiß anscheinend nicht nur alles, ihr gehört auch so gut wie alles. Die Besitzerin der Walkuh, die sich neulich in die Themse und bis nach London verirrte, war die britische Königin. Das und manches mehr ist in einer offiziellen Verlautbarung des Buckingham-Palastes mit "80 Fakten über die Queen" klar gestellt worden. Wer es noch nicht wusste, erfährt aus dem zum 80. Geburtstag von Elizabeth II. (21. April) veröffentlichten Papier, dass niemand anderem als der Königin sämtliche Wale, Delfine, Tümmler und Störe in britischen Gewässern gehören.

Zwar macht die Queen von einem Erlass über "Königsfische", der bereits 1324 von Edward II. verfügt wurde, keinen praktischen Gebrauch mehr - aber sie könnte, wenn sie wollte: Das Gesetz ist noch gültig, wenngleich Wale und damit auch Delfine streng genommen keine Fische sind. Zum königlichen Tierbestand gehören neben Pferden, Kühen und Corgi-Hunden auch 88 Jungschwäne auf der Themse.

Eine Botschaft auf dem Mond

Spuren und Geschenke hat die Monarchin in acht Lebens- und gut fünf Herrschaftsjahrzehnten bei offiziellen Reisen in allen Teilen der Welt hinterlassen. Und sogar auf dem Mond gibt es eine Botschaft von ihr: Ihre Grüße an die Astronauten der Apollo-11-Mission wurden 1969 auf Mikrofilm gebannt und in einem Metall-Container auf dem Mond hinterlassen.

Für Weltraumfahrer hatte die Queen von Anfang an eine Schwäche. Im Buckingham-Palast empfing sie nicht nur den amerikanischen Mondstürmer Neil Armstrong, sondern auch die Sowjet-Kosmonauten Valentina Tereschkowa und Juri Gagarin.

Geduld bewies die Königin der Palastverlautbarung zufolge, indem sie für bislang 139 offizielle Porträts stillsaß. 23 Schiffe hat sie getauft und 15 Brücken eingeweiht. Schon 1939 gehörte Elisabeth zu jenen Londonern, die U-Bahn fuhren. Ihren Führerschein machte sie 1945 beim Dienst in den Streitkräften.

Goldene Schaltplatte

Ähnlich wie etliche Rockstars Großbritanniens besitzt auch die Queen eine Goldene Schallplatte: Die CD "Party At The Palace" mit Lieblingsstücken der Königin hatte sich seinerzeit in der ersten Woche mehr als 100.000 Mal verkauft. Sechs Erzbischöfe von Canterbury hat die Königin nach Angaben des Palastes bisher erlebt - sowie zehn britische Premierminister und zehn amerikanische Präsidenten.

Nicht nur teure Schneider und Juweliere freuen sich, die Königin als Kunden zu haben, sondern auch die Königliche Post: Rund 100.000 Telegramme hat Elizabeth II. an Hundertjährige in Großbritannien und anderen Ländern des Commonwealth geschickt. Und außerdem noch 280.000 Telegramme an Paare, die ihre Diamantene Hochzeit feierten.

AP/DPA AP DPA

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