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LEWINSKY-AFFÄRE: Monica Lewinsky: Sex mit Clinton war nicht einseitig

Monica Lewinsky hat in einem Exklusivinterview ihre Affäre mit dem Ex-US-Präsidenten Clinton als auf Gegenseitigkeit beruhend geschildert. Clinton hatte stets erklärt, er habe sich nur oral befriedigen lassen.

Äußerungen Clintons »ungeheuer erniedrigend«

Monica Lewinsky, die berühmteste Praktikantin der Welt, hat in einem Exklusivinterview des Nachrichtensenders CNN ihre Affäre mit dem einstigen US-Präsidenten Bill Clinton als eine auf Gegenseitigkeit beruhende Beziehung geschildert. Es sei nicht, wie von Clinton geschildert, eine einseitige Affäre gewesen, in der sie ihm sexuell zu Gefallen gewesen sei, sagte Lewinsky am Donnerstagabend (Ortszeit). Clinton hatte stets erklärt, er habe keine sexuelle Beziehung zu ihr gehabt, sondern sich nur oral befriedigen lassen. Diese Erklärung bezeichnete Lewinsky als »ungeheuer erniedrigend«.

Nicht mehr wütend auf den Präsidenten

Lewinsky, die in dem einstündigen Interview gelöst und entspannt wirkte, konnte freier reden, weil sie nicht mehr durch eine Immunitätsvereinbarung gebunden ist. Lewinsky erklärte, sie habe sich nach dem Ende der Beziehung von der Justiz unfair verfolgt gefühlt. Sie sei aus politischen Gründen ausgenutzt worden. Die Ermittlungen hätten in keinem Verhältnis zu dem Geschehen gestanden, erklärte die ehemalige Praktikantin im Weißen Haus.

Lewinsky erklärte weiter, Clinton habe die Beziehung zu ihr nach zwei Jahren beendet. Er habe gesagt, das Ganze sei »nicht richtig«. Ihre Gefühle für Clinton heute schilderte Lewinsky als »mehr oder weniger neutral«. Sie sei nicht mehr wütend auf den früheren Präsidenten. Die Affäre hatte Clinton im Januar 1999 fast sein Amt gekostet