Harry Styles
Darum war Auszeit in Rom so wichtig für ihn

Harry Styles stand zuletzt im Sommer 2023 auf der Bühne. Nun gibt es neue Musik und eine neue Tour.
Harry Styles stand zuletzt im Sommer 2023 auf der Bühne. Nun gibt es neue Musik und eine neue Tour.
© imago images/PA Images
Harry Styles blickt vor seinem Neustart auf seine turbulenten Jahre zurück. Erst in Rom konnte er erfahren, wie wichtig Entschleunigung ist.

Harry Styles (32) hat in einem neuen Interview darüber gesprochen, dass er sich nach der Auflösung von One Direction "sehr einsam" gefühlt habe. Im "Sunday Times Magazine" sinnierte er auch über seinen Übergang von einem Boyband-Mitglied zum Solokünstler - und warum seine Auszeit in Rom so wichtig für ihn war.

Wohin mit den Händen?

In dem Gespräch mit seinem Freund und Stylisten Harry Lambert, das am Samstag erschienen ist, blickte er auf die Auflösung der Gruppe im Jahr 2015 zurück. "Wenn man mit vier anderen Leuten in einer Band ist, hat man so viel Raum, sich zu verstecken", sagte er mit Blick auf seine Kollegen Niall Horan, Zayn Malik, Louis Tomlinson und den 2024 verstorbenen Liam Payne. "Man hat nur eine begrenzte Last auf den Schultern." Bei seinen ersten Solo-Auftritten habe er ständig gedacht: "Was mache ich bloß mit meinen Händen?" Er habe sich "plötzlich sehr einsam" gefühlt.

Er habe sich zum Start seiner Solo-Karriere selbst viel Druck gemacht, "weil ich wollte, dass es perfekt wird". Mit seinem ersten Soloalbum im Jahr 2017 habe er herausfinden wollen, "welche Musik ich alleine machen würde, aber in diesem Moment spürte ich, dass viele Menschen Vertrauen in mich gesetzt hatten, und ich wollte diese Menschen nicht enttäuschen oder im Stich lassen".

Nach dem Ende seiner 22 Monate dauernden Welttournee "Love on Tour" im Juli 2023 nahm sich Styles dann seine erste große Pause seit mehr als einem Jahrzehnt. Eine Auszeit sei ihm zunächst "verrückt" vorgekommen. "Ich wusste nicht, ob ich das schaffen würde." Aber es sei der richtige Zeitpunkt für ihn gewesen, sich auch einmal anderen Bereichen seines Lebens zu widmen.

Entschleunigung in Rom

Der Brite verbrachte viel Zeit in Italien. Die Hauptstadt Rom habe ihm eine wichtige Lektion gelehrt: "Wie man entschleunigt." Styles, der im vergangenen Jahr häufig zusammen mit Schauspielerin Zoë Kravitz (37) in Rom gesichtet wurde, betonte: "Italien wurde so wichtig für mich, weil ich es gewohnt war, dass sich alles so schnell bewegte und ich ständig unterwegs war." Als er dann ganz in Ruhe in einem Café Kaffee trank, habe er sich gefragt, ob er das jemals zuvor überhaupt schon einmal getan habe.

"Plötzlich lernte ich durch meine Freunde, dass Essen mehr ist, als sich nur hinzusetzen und etwas zu essen. Mir wurde bewusst, wie viel Freude es bereitet, ganz im Moment zu sein. Die Römer sind darin unübertroffen - das ist ihre Spezialität. Das Tempo, das sie mir beigebracht haben, ist etwas ganz Besonderes."

Er spürt "pure Freiheit"

Seine rund zweijährige Auszeit sei "unglaublich intensiv" gewesen und habe ihm ein neues Selbstverständnis gegeben. "Ich hatte immer gedacht oder gehofft, dass ich jemand bin, der die Dopamin-Kicks, die dieser Job oft mit sich bringt, nicht braucht." Es sei aber schon immer seine Angst gewesen, dass er die Bühne vermisse. "Mein Leben so zu leben, dass ich mich selbst abseits dieser Welt wirklich mögen konnte, war unglaublich bereichernd für mich." Diese Erkenntnis habe "zweifellos" seine Arbeit an seinem neuen Album beeinflusst, "weil sie aus einem Gefühl purer Freiheit entsprang".

Nach der Pause meldet sich Harry Styles in diesem Jahr zurück im Musikbusiness. Bereits am 23. Januar erschien seine Single-Auskopplung "Aperture". Das Album "Kiss All The Time. Disco, Occasionally." ist für den 6. März angekündigt. Auch live dürfen ihn die Fans wieder erleben: Von Mai bis Dezember geht er auf Welttournee mit 50 Konzerten in sieben Städten. Auch eine 30 Konzerte umfassende Residenz im Madison Square Garden in New York City ist geplant.

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