HOME

MANFRED KRUG: Jetzt ist Feierabend

Der Schauspieler Manfred Krug will keine Fernsehfilme mehr drehen. Das teilte der 65-Jährige, der 1997 einen Schlaganfall erlitten hatte, in einem Brief der »Bild am Sonntag« mit.

»Nun ist es passiert: Ich bin Rentner und habe weder Lust, mich weiter vor den Kameras rumzutreiben, noch will ich dem Publikum bis in alle Ewigkeit erklären, was für ein netter Kerl ich bin«, zitiert das Blatt aus dem maschinengeschriebenen Brief, den die Zeitung auf eine Interview-Anfrage von Krug erhalten hatte. Weiter schreibt der beliebte Schauspieler »'s ist Feieroahmd« und verabschiede sich mit »ganz lieben Grüßen«.

Abgang als Stoever war der Anfang

Krug, der am 8. Februar 65 Jahre alt wurde, hatte vor einem Jahr seinen Abschied als Hamburger »Tatort«-Kommissar Paul Stoever gegeben. Im Fernsehen gewann der Darsteller auch als »Liebling Kreuzberg« ein großes Publikum. Seinen berühmtesten Kinofilm hatte er 1966 in der DDR gedreht: In »Spur der Steine« spielte er den aufmüpfigen Führer einer Baubrigade. Nach seinem Protest gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns musste Krug 1976 die DDR verlassen.

Will weiter schreiben

Einen Schlaganfall von 1997 wertete der Schauspieler, Chansonnier und Buchautor als einen »Schuss vor dem Bug«. Schreiben will Krug weiter, und er plant auch noch mit seiner Tochter Fanny als Jazzsänger auf Tournee zu gehen. Ebenso wird uns Krug in seinen Werbespots für die Telekom weiter vor die Kamera treten.

Themen in diesem Artikel