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Freundin von Prinz Harry: Darum muss sich Meghan Markle gegen Rassismus zur Wehr setzen

Weil Prinz Harrys Freundin Meghan Markle wegen ihrer Hautfarbe angefeindet wird, sprang der Prinz für sie in die Bresche. Jetzt hat sich auch Markle selbst über ihr Leben als Tochter eines weißen Vaters und einer schwarzen Mutter geäußert.

Meghan Markle, Prinz Harry

Die Schauspielerin Meghan Markle ist mit Prinz Harry liiert

Es war eine Seltenheit, dass Prinz Harry so deutlich wurde: In einem offiziellen Statement bat der britische Royal Anfang November um Respekt für seine Freundin - und machte damit überraschenderweise seine Beziehung zur amerikanischen Schauspielerin Meghan Markle öffentlich. Weltweit hatten Medien darüber berichtet - doch dieses Mal sei eine Linie überschritten worden, wie der Hof schrieb.

Harry kritisierte besonders den "unverblümten Sexismus und Rassismus der Social-Media-Trolle", sowie "die rassistischen Untertöne in den Kommentaren" in der Berichterstattung. In den britischen Boulevardmedien war viel über Markles "exotische DNA" zu lesen, viele hielten die Amerikanerin unwürdig für das Königshaus.

"Was bist du?" wollen die Leute von Meghan Markle wissen

Auf ihrer eigenen Lifestyle-Website "The Tig" veröffentlichte Markle nun erneut einen offenen Brief zu genau diesem Thema, den sie dieses Jahr für das Modemagazin "Elle" schrieb. Darin beschreibt die 35-Jährige, wie schwierig das Aufwachsen als Tochter eines weißen Vaters und einer schwarzen Mutter sein kann.

"Was bist du? Diese Frage wird mir jede Woche, manchmal sogar täglich gestellt", beginnt Markle ihren Text und geht zurück in ihre Kindheit. Markle wuchs in einer weißen Gegend in Los Angeles auf und wurde schon in der Grundschule mit ihrer Herkunft konfrontiert: Damals sollte sie ankreuzen, ob sie schwarz, weiß oder Latina sei. "Das nächste Mal malst du einfach deine eigene Box", habe ihr Vater ihr damals geraten. An diese Worte denke sie noch bis heute.

Nicht weiß genug für die eine Rolle, nicht schwarz genug für die andere

Überhaupt waren es ihre Eltern, die ihr halfen, mit Rassismus umzugehen. Zu Weihnachten wünschte sie sich einmal eine Puppenfamilie - die es entweder in weiß oder in schwarz gab. "Ich fand eine schwarze Mama-Puppe, eine weiße Papa-Puppe und je ein Kind in schwarz und weiß. Mein Vater hatte die Sets auseinander genommen und unsere Familie nachgestellt."

Doch Markle schreibt auch von den schwierigen Momenten, von den Tränen ihrer Mutter, wenn diese beschimpft wurde und von ihren eigenen Problemen als Schauspielerin, die oft nicht weiß genug für die eine, nicht schwarz genug für die andere Rolle war. "Es schockiert mich zu sehen, wie zwei Seiten einer Kultur, über die ich mich definiere, Opfer von Schlagzeilen der Medien werden, die Stereotypen verbreiten. Das erinnert uns daran, dass die USA vielleicht nur Pflaster über Probleme geklebt haben, deren Ursachen noch nicht geheilt sind."

sst