HOME

Britin Stephanie Scolaro: Millionenerbin handelte mit Python-Artikeln - ihr drohen sieben Jahre Haft

Als "Rich Kid of Instagram" führt Stephanie Scolaro ein Leben im Überfluss. Doch die Britin wollte ihr eigenes Geld verdienen - und verkaufte illegalerweise Accessoires aus Schlangenleder. Dafür könnte sie nun ins Gefängnis kommen.

Stephanie Scolaro handelte verbotenerweise mit Accessoires aus Schlangenhaut

Stephanie Scolaro handelte verbotenerweise mit Accessoires aus Schlangenhaut

Urlaub auf der Luxusjacht, Reisen im Privatjet und der Kleiderschrank prall gefüllt mit Designerkleidung: Stephanie Scolaro gehört zu den sogenannten "Rich Kids of Instagram", junge Millionen-Erben, die vom Reichtum ihrer Eltern profitieren, und ihr Leben im Überfluss auf Instagram zur Schau stellen. Stephanie und ihre jüngere Schwester Lana Scolaro waren 2016 in der britischen TV-Dokumentation "Rich Kids of Instagram" zu sehen.

Ihr italienischer Vater Francesco Scolaro machte sein Vermögen im Bergbau und der Freizeitindustrie. Offenbar wollte Stephanie Scolaro in die Fußstapfen ihres Vaters treten und versuchte sich als Unternehmerin. So jedenfalls beschreibt sie sich auf ihrem Instagram-Profil, dem über 80.000 Menschen folgen. Doch das Konto, auf dem die 26-Jährige regelmäßig Fotos aus ihrer Luxus-Welt postete, ist nun auf privat gestellt. Denn offenbar veröffentlichte Scolaro auch Fotos, die sie hinter Gitter bringen könnten.

Deutscher Zoll entdeckte die verbotenen Waren

Einer der Python-Rucksäcke, mit denen Stephanie Scolaro handelte

Einer der Python-Rucksäcke, mit denen Stephanie Scolaro handelte

Wie die britische Zeitung "The Times" berichtet, musste die Millionenerbin in London vor Gericht erscheinen, weil sie verbotenerweise mit der Haut von bedrohten Pythons gehandelt hat. Der zuständige Richter Michael Gledhill verglich das Vergehen mit dem Handel von Elfenbein und machte Scolaro klar, dass ihr im Fall einer Verurteilung bis zu sieben Jahre Gefängnis drohen. Das endgültige Urteil soll am 21. Januar gefällt werden.

Vor zwei Jahren lancierte die Britin ihre Website "sspythonofficial.com", über die sie Baseball-Kappen, Taschen, Handyhüllen und Halsbänder aus Schlangenleder anbot. Auch drei Londoner Shops hat sie mit ihren Waren beliefert. Die Artikel bezog Scolaro aus Indonesien und bezahlte dafür umgerechnet etwa 18.000 Euro. Im Laden kostete eine Basecap dann rund 500 Euro.

Der illegale Handel flog nur auf, weil der deutsche Zoll am Flughafen von Leipzig ein Paket beschlagnahmte und kontrollierte. Die Beamten fanden darin zehn Python-Kappen sowie zwei Taschen und alarmierten ihre britischen Kollegen. Die nahmen die Ermittlungen auf und stellten Scolaro vor Gericht. "Pythons gehören zu den Tieren, die durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützt sind. Jeder außergesetzliche Handel gefährdet den Bestand und bedroht die Art", sagte eine Mitarbeiterin der Polizei.

XhodiDaci mit seiner gelben Corvette
jum