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Monarchie: Woher kommt das Geld für Camilla?

Neues Ungemach für das britische Königshaus: Das Parlament will den Geldfluss zwischen Prince Charles und seiner Lebensgefährtin Camilla Parker Bowles untersuchen - und ob dafür Steuergelder missbraucht wurden.

Nach Presseberichten vom Samstag sollen im Rahmen einer Untersuchung des Parlaments in London auch die Ausgaben des Prinzen (56) für Camilla unter die Lupe genommen werden. Dabei geht es darum, ob Charles Aufwendungen für seine Freundin aus der eigenen Tasche beglichen oder dafür Geld der Steuerzahler genommen hat. Die Arbeit des Ausschusses soll kommende Woche beginnen.

Aufwendungen sollen aus eigener Tasche kommen

Im vergangenen Jahr hatte der Thronfolger in seiner Jahresbilanz erstmals Ausgaben für Parker Bowles aufgeführt. Danach bezahlte Charles für zwei Teilzeitangestellte seiner Geliebten sowie für deren "gelegentlichen Fahrer und Gärtner." Ein Sprecher von Charles sagte nach den Berichten, dass die finanzielle Unterstützung für Camilla ausschließlich aus dem Einkommen des Prinzen nach Abzug der Steuern stamme.

Die finanzielle Seite der Beziehung zwischen den beiden ist aber nur ein Randaspekt der Überprüfung des Parlamentsausschusses. Nach früheren Berichten wollen die Abgeordneten herausfinden, ob es gerechtfertigt ist, dass die Einkünfte des Prinzen in den vergangenen zehn Jahren um 300 Prozent gestiegen sind, er aber gleichzeitig kaum Steuern zahlen muss.

Thronfolger ist ein erfolgreicher Geschäftsmann

"Die letzten zehn Jahre sind für den Prinzen sehr gut gewesen", hatte das Ausschussmitglied Alan Williams von der regierenden Labour-Partei kürzlich einer Zeitung gesagt. "Wir wollen sicherstellen, dass dies nicht auf Kosten des Steuerzahlers geschehen ist." Charles stelle sich gern als Wohltäter und Ökobauer dar, hatte der "Observer" geschrieben. Doch dahinter verberge sich ein Großgrundbesitzer, dem Bürotürme, Lagerhäuser und Unternehmen gehörten. Ein Sprecher des Prinzen hatte dazu gesagt, dass Charles durchaus Steuern zahle und außerdem der Großteil der Gewinne in seine wohltätigen Stiftungen fließe.

DPA / DPA
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