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Moshammer-Prozess: Verteidigung plädiert auf Totschlag

"Heimtückischen Mord" hat der Staatsanwalt dem Angeklagten Herisch A. im Moshammer-Prozess vorgeworfen. Dafür fordert er lebenslange Haft. Der Verteidiger hingegen plädiert auf Totschlag.

Im Prozess um den gewaltsamen Tod des homosexuellen Münchner Modemachers Rudolph Moshammer hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Freiheitsstrafe für den Angeklagten Herisch A. gefordert. Bei der Tat des beschuldigten Irakers habe es sich um einen heimtückisch begangenen Mord gehandelt, sagte der Vertreter der Anklage am Mittwoch in seinem Plädoyer.

Herisch A., der am heutigen Mittwoch 26 Jahre alt geworden ist, "hat Rudolph Moshammer ermordet, um ihn berauben zu können", sagte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer vor dem Münchner Landgericht. Er sei "mit brachialer Gewalt" vorgegangen und habe habgierig, heimtückisch und zur Ermöglichung eines Raubes getötet.

"Besondere Schwere der Schuld"

Der Iraker hatte zugegeben, dass er den 64 Jahre alten Moshammer im Streit um bezahlten Sex mit einem Elektrokabel erdrosselt hat. Staatsanwalt Martin Kronester ging von einer "besonderen Schwere der Schuld" aus und forderte gleichzeitig eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren zu verhindern. Der Angeklagte habe keine Reue gezeigt und auch kein umfassendes und ehrliches Geständnis abgelegt, sagte der Staatsanwalt, und sogar Moshammer eine Teilschuld gegeben. Dabei habe A. das wehrlose Opfer von hinten mit einem Elektrokabel erdrosselt.

"Es gab keinen Kampf", sagte Kronester und bezweifelte damit die Aussagen des Angeklagten. Dies hätten verschiedene Gutachten bewiesen. Weder bei Moshammer noch beim Angeklagte wurden Kampfspuren gefunden, und auch im Haus Moshammers im Münchner Nobelvorort Grünwald habe es solche Spuren nicht gegeben.

Verteidiger sieht keine Mordmerkmale

A.’s Verteidiger Langer sagte, er verkenne nicht, dass es sich um eine verabscheuungswürdige und brutale Tat handele. Mordmerkmale wie etwa Heimtücke oder Habgier seien aber nicht erfüllt. Die Verteidigung blieb damit bei der Version des Angeklagten, wonach es beim Streit um die Entlohnung für die Sex-Dienste zu einem Kampf zwischen den beiden Männern gekommen sei. Auch habe der Angeklagte kostbaren Schmuck und andere Wertgegenstände in Moshammers Haus unberührt gelassen.

Verteidigung: Moshammer provozierte

Verteidiger Langer wertete die Aussagen A.’s in dem Verfahren anders als die Staatsanwaltschaft als Geständnis, das "von Reue und Unrechtseinsicht getragen" gewesen sei. Dem getöteten Moshammer wies der Anwalt eine gewisse Mitverantwortung zu. "Vom Opfer ging eine gewisse Tatprovokation aus", sagte der Anwalt. Er wolle Moshammer aber keinesfalls zum Täter machen.

Der in dem Prozess still wirkende A., der meist hinter seinem Dolmetscher gebückt auf dem Stuhl saß und häufig das Gesicht in den Händen vergrub, bat das Gericht um ein Urteil, das ihm ein Weiterleben ermögliche. "Es tut mir leid, wirklich leid, dass das passiert ist. Ich hoffe und bitte Sie, dass Sie mir eine Chance geben, damit ich mein Leben weiter leben kann", sagte er gemäß der Übersetzung des Dolmetschers.

Der Modemacher Rudolf Moshammer war am 14. Januar dieses Jahres tot in seinem Haus in Grünwald bei München aufgefunden worden. Nicht einmal 48 Stunden später konnte die Polizei Herisch A. unter dringendem Tatverdacht festnehmen. Die Beamten waren ihm durch einen genetischen Fingerabdruck auf die Spur gekommen, die der Iraker auf dem Tatwerkzeug hinterlassen hatte.

Das Urteil soll am Montag verkündet werden.

DPA/AP / AP / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(