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Let's Dance-Star Zu dick mit 50 Kilogramm? Motsi Mabuse über absurde Gewichtsvorstellungen und Selbstliebe

Motsi Mabuse
Motsi Mabuse ist ein Star auf der Bühne – doch sie kämpft schon ihr Leben lang mit ihrem Gewicht.
© Andreas Rentz/Getty Images
Motsi Mabuse ist als Jury-Mitglied der Show "Let's Dance" bekannt. In einem Interview spricht sie über ihre Kindheit, warum Tanzen für sie so wichtig ist und warum sie noch heute mit ihrem Gewicht hadert.

Motsi Mabuse begeistert die Zuschauer:innen seit 2007 bei der Tanzshow "Let’s Dance". Sie sitzt neben Joachim Llambi und Jorge Gonzáles in der Jury. Vor ihrer TV-Karriere arbeitete sie als Profi-Tänzerin. In einem Interview mit dem britischen Magazin "Prima" spricht Mabuse über den ständigen Kampf mit ihrem Gewicht, den sie als Tänzerin geführt hat.

In ihrer Karriere als Tänzerin musste sie sich nicht nur auf Wettkämpfe vorbereiten und sich auf einen Sieg fokussieren. Neben der Leistung im Sport stand auch immer ihr Gewicht zur Debatte, erzählt Motsi Mabuse. Ein schlimmer Kommentar blieb ihr besonders im Gedächtnis: "Ein Lehrer sagte mir einmal, dass ich abnehmen soll, als ich gerade einmal 50 Kilogramm wog!" Doch mit der Zeit habe sie gelernt, dass ein "gesunder Geist, Körper und Seele" wichtiger ist als das Gewicht.

Motsi Mabuse wird nie mit ihrem Körper zufrieden sein

Ihr Körper habe sich seitdem verändert und das Gewicht gehe auf und ab. Doch die Kommentare und die ständige Fixierung auf die Kilos haben ihre Spuren hinterlassen: "Ich werde nie den Punkt erreichen, an dem ich denke, dass ich großartig aussehe, aber ich bin jetzt viel mitfühlender mir selbst gegenüber."

Ihre Erfahrungen haben bis heute ihre Konsequenzen. Motsi Mabuse will ihre Tochter, wenn möglich aus dieser Branche, in der nur Äußerlichkeiten zählen, heraushalten: "Ich möchte nicht, dass meine Tochter in meine Tanzfußstapfen tritt! Ich möchte sie von all dem fernhalten. Natürlich möchte ich, dass sie stolz auf die Dinge ist, die ich getan habe, aber wenn sie sagen würde, dass sie ins Showbusiness gehen will, würde ich sie wahrscheinlich einsperren!"

Für Motsi Mabuse war das Tanzen schon in ihrer Kindheit sehr wichtig. Sie schildert, wie sie bis zu ihrem neunten Lebensjahr im Apartheids-System in Südafrika aufwuchs – eine sehr beängstigende Zeit für sie. Sie berichtet über die abscheulichen Rassismus-Erfahrungen, die sie gemacht hat.

Ihre Mutter sei eine Pionierin gewesen und habe Trainingskurse in der Gemeinde nach dem Vorbild von Jane Fonda gegeben. Später habe sie eine Tanzschule für Kinder gegründet. Über das Tanzen sagt Mabuse: "Ich liebte die Freiheit, die es mir gab, und die Möglichkeit, mich durch meinen Körper auszudrücken."

Quellen:Prima, Daily Mail

rha

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