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Interview "Ich schicke ihm immer ganz viel Liebe": Noah Becker spricht über seinen Vater Boris

Noah Becker mit seinem Vater Boris
Noah Becker mit seinem Vater Boris
© Annette Riedl / DPA
Die meisten kennen ihn vor allem als Sohn von Tennisstar Boris Becker. Doch Noah Becker ist mittlerweile auf vielen Gebieten erfolgreich. In einem Interview sprach er auch über seinen Vater.

Was genau er alles macht, das weiß er selbst nicht ganz: Noah Becker modelt, er macht Musik, malt - und ist neuerdings auch Regisseur von Musikvideos, etwa für Lenny Kravitz. "Mein einer Fuß macht dies, mein anderer Fuß macht das", beschrieb der Sohn von Tennisstar Boris Becker im Interview mit dem "Spiegel" sein Lebensmodell - und gab zu, dass er sich dabei ständig verzettele.

Dennoch war es ein höchst interessantes Gespräch, das der 26-Jährige mit dem Nachrichtenmagazin geführt hat. Der Deutsch-Amerikaner gewährte darin einen Einblick in sein unkonventionelles Leben als Teil des Künstlerkollektivs Baketown, das aus seiner Band Bakery hervorgegangen ist. Weil der Leadsänger nach Indien zog, musste ein Nachfolger gefunden werden. "Also hatten wir die Idee, eine Art Wanderzirkus zu gründen", sagt Noah Becker. "Mit Superhero-Bands, die sich erst kurz vor dem Auftritt zusammensetzen." Wer Baketown bucht, wisse nie vorher, wer kommt und spielt. 

Noah Becker managt sich selbst

Bei all seinen künstlerischen Aktivitäten verzichtet der älteste Sohn von Boris Becker und dessen ersten Ehefrau Barbara Feltus auf die Dienste eines Managers. Die wollten alle zu viel Geld, er manage sich lieber selbst, so Becker im "Spiegel"-Interview. 

Sein Vater sei in dieser Hinsicht aber kein Negativbeispiel, betont der Künstler, und sagt: "Manchmal habe ich ihm gegenüber einen Beschützerinstinkt, denn ich liebe ihn so sehr", so Becker. "Ich schicke ihm immer ganz viel Liebe." Berührende Worte eines Sohnes, der wegen der Trennung seiner Eltern viel Zeit ohne seinen Vater verbracht hat und lange Zeit in Florida lebte.

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Das Interview fand in Berlin statt, wo auch das Künstlerkollektiv sitzt. Noah Becker selbst bezeichnet die Stadt aber nicht als seine Heimat: "Ich wohne nicht hier, ich wohne nirgendwo, ich bin die ganze Zeit nur im Atelier, am Arbeiten."

Quelle: "Der Spiegel"

che

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