VG-Wort Pixel

Ihm droht Haft Konsterniert und ernst: Boris Becker verlässt nach Schuldspruch das Gericht

Prozess um Boris Becker: Tennis-Star wartet weiter auf Entscheidung
Sehen Sie im Video: Ex-Tennisprofi Boris Becker in mehreren Anklagepunkten schuldig gesprochen.




STORY: Der ehemalige Tennis-Profi Boris Becker ist am Freitag in London von einer Geschworenenjury nach einem mehrwöchigen Prozess in mehreren Anklagepunkten für schuldig befunden worden. Der Jury zufolge hat der 54-Jährige seinem Insolvenzverwalter Mark Ford Teile seines Vermögens vorenthalten. Die Geschworenen kamen nun zu dem Schluss, dass er in vier von 24 Anklagepunkten entgegen der gesetzlichen Vorgaben nicht seinen gesamten Besitz offenlegte. Damit hat sich der ehemalige Wimbledon-Sieger der Insolvenzverschleppung schuldig gemacht. Und ihm droht eine Haftstrafe von bis zu sieben Jahren. Das Strafmaß soll Ende April bekannt gegeben werden. Allerdings kann Boris Becker gegen das Urteil auch noch Berufung einlegen.
Mehr
Nachdem er in vier von 24 Anklagepunkten schuldig gesprochen wurde, hat Boris Becker das Gerichtsgebäude in London gemeinsam mit seinem Sohn und seiner Freundin verlassen. Dabei wirkte er ernst. 

Er wirkt ernst, geschockt und hält den Kopf teilweise gesenkt. Nach seinem Schuldspruch hat Boris Becker das Gerichtsgebäude in seiner Wahlheimat London verlassen. An seiner Seite waren wie bereits an den vergangenen Tagen auch heute Sohn Noah und Beckers Lebensgefährtin, Lilian de Carvalho Monteiro. Mit einem Koffer in der Hand musste Becker vorbei an den wartenden Fotografen und Kameras vom Southwark Crown Court zu einem wartenden Taxi gehen. Statements gab er keine.

Boris Becker schuldig gesprochen

De Carvalho Monteiro trug, anders als bei ihrer Ankunft heute früh, eine Sonnenbrille. Noah Becker blickte ebenfalls ernst drein. Im Londoner Strafprozess gegen Boris Becker haben die Geschworenen den deutschen Ex-Tennisstar in vier von 24 Anklagepunkten für schuldig befunden. Der 54-Jährige habe seinem Insolvenzverwalter Mark Ford Teile seines Vermögens vorenthalten, entschied die Jury.

Boris Becker und Lilian de Carvalho Monteiro
Boris Becker und Lilian de Carvalho Monteiro beim Verlassen des Gerichtsgebäudes
© Alberto Pezzali/AP / DPA

Am 21. Juni 2017 war Becker vor Gericht für zahlungsunfähig erklärt worden. Es war seine Pflicht, Besitztümer offenzulegen. Konkret ging es um Konten und Immobilien sowie Trophäen, darunter den Wimbledon-Pokal von Beckers erstem Sieg bei dem wichtigen Grand-Slam-Turnier 1985. Becker könnte eine Haftstrafe drohen. Das genaue Strafmaß wird Richterin Deborah Taylor am 29. April verkünden.

Ein wichtiger Aspekt des Prozesses gegen die Tennis-Legende, war der Umstand, dass Becker seine Finanzen von anderen habe organisieren lassen. Mit Blick auf von ihm unterzeichnete Dokumente sagte Richterin Deborah Taylor zu Beginn des Prozesses: "Er sagt, er hat sie unterschrieben, aber nie gelesen." Der Anwalt des Leimeners hatte argumentiert, es stelle kein Verbrechen dar, sich von Experten beraten und von ihnen helfen zu lassen. Die Geschworenen hatten mehrere Tage diskutiert. 

Verwendete Quelle: DPA

Reporterin schildert ihre Eindrücke vom Boris-Becker-Prozess

Sehen Sie im Video: Boris Becker ist wegen mutmaßlicher Vertuschungen in seinem Insolvenzverfahren schuldig gesprochen worden. RTL-Reporterin Katharina Delling hat den Prozess um den Ex-Tennisstar in London beobachtet und schildert ihre Eindrücke.

ls

Mehr zum Thema

Newsticker