VG-Wort Pixel

Epstein-Fall Skandalinterview mit Prinz Andrew: BBC-Journalistin Emily Maitlis verrät Details

Emily Maitlis mit Prinz Andrew
Emily Maitlis mit Prinz Andrew
© Mark Harrison / Picture Alliance
Prinz Andrews katastrophales Interview mit BBC-Journalistin Emily Maitlis führte zum Rücktritt des Royals aus der Öffentlichkeit. Jetzt hat Maitlis erzählt, dass der Prinz mit seiner Performance eigentlich ganz zufrieden war. 

Er redete sich um Kopf und Kragen, behauptete, er könne wegen einer Kriegsverletzung nicht schwitzen, und meinte, sich genau an einen Ausflug in ein Pizzarestaurant in Woking vor fast 20 Jahren erinnern zu können. Prinz Andrew wollte sich im Gespräch mit BBC-Journalistin Emily Maitlis vergangenen November zu den Vorwürfen von Virginia Roberts Giuffre äußern, die behauptet, mit nur 17 Jahren zum Sex mit dem Royal gezwungen worden zu sein. Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell hätten sie dazu vermittelt, sagt sie.

Prinz Andrew war zufrieden mit TV-Interview 

Aus der Verteidigung des Royals im Fernsehen wurde ein einziges Desaster. Die Einschätzung vieler Zuschauer war: Der Sohn von Queen Elizabeth II. lügt. Andrew selbst war von der Reaktion der Öffentlichkeit offenbar überrascht, wie jetzt Maitlis selbst in der "Radio Times" verrät. Sein Team sei "glücklich" gewesen mit dem Interview, zitiert die "Daily Mail". 

"Wir wissen, dass der Palast mit dem Interview zufrieden war. Wir hatten viel Kontakt mit ihnen, nachdem es vorbei war. Ich glaube, ihr Schock war nicht das Interview selbst, sondern die Reaktion, die es in den Tagen und Wochen danach auslöste", erklärt die Journalistin. 

Er sprach das Thema direkt an

Maitlis erzählt außerdem, dass ihr die tatsächliche Tragweite des Interviews erst beim Ansehen des Materials aufgefallen sei - im Schneideraum. "Wir waren davon ausgegangen, dass er den Opfern Mitgefühl zeigen oder Jeffrey Epstein die Schuld zuschieben wollte. Wir konnten nicht verstehen, warum er das nicht getan hatte", sagt sie heute.

Dass ihr Gespräch mit dem Prinz besonders war, fiel der Journalistin jedoch bereits früh auf. "Zum einen, weil er das Thema frontal in Angriff nahm", erklärt sie. "Zweitens sagte mir das Fehlen einer Entschuldigung oder eines wirklichen Ausdrucks des Bedauerns, dass der Prinz immer noch glaubte, dass seine Handlungen im Großen und Ganzen richtig waren. Und drittens war der Grad der Detailgenauigkeit anders als alles, was ich erwartet hatte", erläutert Maitlis. 

Bei den "Royal Television Society Awards" gewann das Interview in der Kategorie "Scoop of the Year". Zweifelsohne wird es in die Geschichte eingehen. 

Quelle: "Daily Mail"

ls

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker