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Nach Skandal-Jahren Prinz Andrew stinksauer auf König Charles III. – er soll ihm die Sicherheitskräfte entzogen haben

Prinz Andrew
Prinz Andrew soll fassungslos sein über die Entscheidung seines Bruders
© Richard Pohle/Pool The Times/AP/dpa
Drei Jahre nach Prinz Andrews Rücktritt im britischen Königshaus ließ man ihm noch seine Sicherheitskräfte. Doch unter seinem Bruder, König Charles III., ist jetzt Schluss damit. 

2019 begann das königliche Ende für Prinz Andrew, als seine Verbindungen zu dem pädophilen Unternehmer Jeffrey Epstein an die Öffentlichkeit drangen und Virginia Giuffre auf der Bildfläche erschien. Giuffre beschuldigte Prinz Andrew sich an ihr vergangen zu haben, als sie erst 17 Jahre alt war. Es folgte eine Missbrauchsklage, die Prinz Andrew mit einer außergerichtlichen Einigung und einer Zahlung von rund 14 Millionen Euro an Giuffre Anfang 2022 gerade noch abwenden konnte. 

Wegen dieser Vorwürfe trat er 2019 im britischen Königshaus als aktiv arbeitender Royal zurück. Anfang 2022 folgte dann die Aberkennung militärischer Dienstgrade und königlicher Schirmherrschaften. Doch die ganzen Jahre über konnte Prinz Andrew weiterhin den königlichen Schutz durch Leibwächter und Polizei genießen, der die britischen Steuerzahler um die drei Millionen Pfund im Jahr kostete. Die Queen soll immer wieder Gnade walten lassen haben bei Prinz Andrew, der als ihr Lieblingssohn bezeichnet wurde. 

Doch unter der neuen Regentschaft seines Bruders, König Charles III., soll damit nun Schluss sein. Der neue König, der die Monarchie modernisieren möchte und zugleich auch Sparmaßnahmen, wie eine bescheidenere Krönung seiner Majestät, plant, setzt nun auch bei Prinz Andrew den Rotstift an. Ein klares Zeichen, dass eine Rehabilitation Andrews für Charles nicht infrage kommt. 

Prinz Andrew soll sehr wütend auf König Charles III. sein

Prinz Andrew soll über diese Entscheidung sehr erbost sein und sich vor Wut beim Innenministerium und der Polizei schriftlich beschweren wollen. Das britische Newsportal "Daily Mail" berichtet zudem von einem Labour-Abgeordneten, der sich zu der Situation am Samstagabend geäußert haben soll: "Er scheint nicht zu verstehen, dass er in Ungnade gefallen ist und die Leute nichts mehr von ihm hören wollen". Bezugnehmend auf den Prinzen-Titel sagte die Quelle: "Ich weiß, dass er einen Titel hat, aber das bedeutet nicht, dass er Anspruch auf steuerfinanzierten Schutz hat. Ich kenne Familien, die nicht wissen, ob sie sich dieses Jahr die Weihnachtsgeschenke für ihre Kinder leisten können."

Auch sein Neffe Prinz Harry und Familie genießen nach seinem Austritt aus dem Königshaus keinen Polizeischutz in Großbritannien mehr. Seine Reaktion war eine ähnliche, stinksauer äußerte er erhebliche Sicherheitsbedenken, für ihn und seine Familie bei Besuchen. Es folgte eine Klage gegen das Innenministerium und die Polizei. Er erzielte hier aber nur einen Teilerfolg: Die Behörde verwehrt Prinz Harry den gleichen Anspruch auf Polizeischutz wie zuvor. Es solle vielmehr von Fall zu Fall entschieden werden, wie mit einem Heimatbesuch umgegangen wird. Dem Herzog von Sussex wurden die Bewachungsprivilegien bereits im Januar 2022 entzogen, Prinz Andrews Schutz soll in wenige Tagen im Dezember enden. 

Quellen: The Sun, Daily Mail, RND

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