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"Moralisch anstößig": Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Korruption: Neue brisante Vorwürfe gegen Prinz Andrew

Prinz Andrew lebte ein Leben in Saus und Braus. Genau das könnte ihm jetzt zum Verhängnis werden. Neue Enthüllungen über den Prinzen dürften den Briten nicht gefallen.

Prinz Andrew

Prinz Andrew stürzt immer weiter in die Krise

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Während sich die Mitglieder des britischen Königshauses gerade auf das mit Spannung erwartete BBC-Interview mit dem mutmaßlichen Epstein-Opfer Virginia Roberts vorbereiten dürften, sorgen neue Enthüllungen über Prinz Andrew für weitere Negativschlagzeilen. 

Prinz Andrew soll sich laut Medienbericht privat bereichert haben

Wie die "Mail on Sunday" berichtet, soll der Royal seine Rolle als britischer Handelsbeauftragter über Jahre für seine privaten Zwecke ausgenutzt haben. E-Mails, die der Zeitung vorliegen, sollen beweisen, dass Andrew die private luxemburgische Bank seines guten Freundes, Immobilien-Tycoon David Rowland, unterstützt habe, während er in offizieller Mission unterwegs war. Angeblich soll Andrew seinem langjährigen Freund ermöglicht haben, offizielle Termine dazu zu nutzen, wohlhabende Kunden für die eigene Bank zu gewinnen. Die "Mail on Sunday" schreibt außerdem, Andrew habe Rowland Einsicht in Regierungsdokumente ermöglicht.

Darüber hinaus soll er gemeinsam mit Rowland ein Unternehmen in einem karibischen Steuerparadies gehabt haben. Das Ziel: Wohlhabende Kollegen und Freunde dazu zu bringen, in steuerfreie Offshore-Fonds zu investieren, so die Recherche der Zeitung. Auch Geldwäsche könnte darüber betrieben worden sein.

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"Ich mag deine Art zu denken"

Wegen seiner Freundschaft mit dem verurteilten Pädophilen Jeffrey Epstein wurde Andrew als Diplomat abgesetzt. Seine Geschäfte wollte er offenbar trotzdem nicht ruhen lassen. Wie die "Mail on Sunday" berichtet, schrieb ihm David Rowland, man könne die kommerziellen Aktivitäten "unter dem Radar" fortsetzen. "Ich mag deine Art zu denken", soll Andrew ihm geantwortet haben. Ein Austausch, der unter den Briten für Empörung sorgen dürfte.

Spätestens seit seinem verheerenden BBC-Interview stellen sich viele Royal-Experten und Kritiker die Frage, wie der 59-Jährige seinen Lifestyle über Jahrzehnte finanzieren konnte. Labour-Politiker Chris Bryant sagte der "Mail on Sunday": "Es stinkt alles nur. Ich glaube nicht, dass es ihm jemals gelungen ist, eine Unterscheidung zwischen seinem eigenen persönlichen und dem nationalen Interesse zu treffen. Es ist moralisch anstößig." Ein Statement von Prinz Andrew bezüglich der neuen Vorwürfe steht bislang noch aus.

Die zweifelhafte Freundschaft mit Jeffrey Epstein, die Vorwürfe von Virginia Roberts, Andrew habe mit ihr Sex gehabt, als sie erst 17 Jahre alt war und nun die Enthüllungen um Rowland - die Rufe all jener, die Andrew seine royalen Titel entziehen wollen, dürften immer lauter werden. 

Quelle: "Daily Mail"

ls