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Nach Prinz Philips Tod Prinz Andrew spricht mit der Presse: Dieser Auftritt dürfte für Verwunderung sorgen

Prinz Andrew
Prinz Andrew am Sonntag in Windsor
© Picture Alliance
Nach dem Tod seines Vaters hat sich nun auch Prinz Andrew geäußert. Das verwundert, immerhin hielt sich der Royal seit dem Jeffrey-Epstein-Skandal weitgehend bedeckt. 

Es ist ein Auftritt, der noch für Aufsehen sorgen könnte. Gemeinsam mit seinem Bruder, Prinz Edward, dessen Frau Sophie, Countess of Wessex und deren gemeinsamen Tochter, Lady Louise, besuchte Prinz Andrew am Sonntag einen Gottesdienst in Windsor. Die vier wollten den Anlass nutzen, um des verstorbenen Prinz Philips zu gedenken und sich bei allen Menschen zu bedanken, die Anteilnahme genommen haben. 

Prinz Andrew tritt vor die Presse

Prinz Andrew nutzte den Anlass, um der Presse ein kurzes Interview zu geben, in dem er vorrangig über seinen Vater sprach. "Er war ein bemerkenswerter Mann. Ich habe ihn als Vater geliebt. Er war so ruhig. Er war immer jemand, zu dem man gehen konnte. Wir haben den Großvater der Nation verloren", sagte er.

"Es ist ein schrecklicher Verlust. Mein Vater sagte mir vor ein paar Monaten am Telefon: 'Wir sitzen alle im selben Boot und wir müssen uns immer daran erinnern, aber gelegentlich werden wir, die Familie, gebeten, aufzustehen und Mitgefühl und Führung zu zeigen'", erinnerte er sich an ein Gespräch mit Prinz Philip. 

Verwunderung über Auftritt

Seit seinem Skandalinterview mit der BBC im November 2019 ist es ruhig um Prinz Andrew geworden. Er ist von seinen royalen Verpflichtungen zurückgetreten, war selbst auf den Hochzeitsfotos seiner Tochter Beatrice nicht zu sehen. Nachdem er sich in besagtem Fernsehgespräch um Kopf und Kragen geredet hatte, wurde er von der Familie aus der Schusslinie gezogen, um ihr nicht noch mehr Schaden zuzufügen. Ihm wird vorgeworfen, die damals minderjährige Virginia Roberts Giuffre zum Sex gezwungen zu haben. Roberts Giuffre war eines der Mädchen, die von dem mittlerweile verstorbenen Unternehmer Jeffrey Epstein missbraucht wurde.

Epstein-Fall vor Gericht: Mutmaßliches Opfer bekräftigt Vorwürfe gegen Prinz Andrew

Prinz Andrew dementiert die Vorwürfe, sagte aber wiederholt, er würde dem FBI bei ihren Ermittlungen helfen wollen. Bis dato ist das allerdings nicht geschehen. Umso verwunderlicher dürfte es sein, dass Andrew jetzt vor die Kamera tritt. "Ich sehe, dass 'Sky News' Prinz Andrew ausfindig gemacht hat. Ich frage mich, ob das US-Justizministerium ihn 'als Zeugen' für Ghislaine Maxwells Prozess befragen darf. Eine Frechheit", kommentierte ein Kritiker auf Twitter. "Verblüffendes Verhalten, wie Prinz Andrew in der Lage ist, öffentlich ein Interview zu geben, sich aber nicht den Verhören des FBI unterziehen will", kritisierte eine andere Nutzerin. 

Innerhalb kurzer Zeit trendete Prinz Andrews Name in England auf Twitter. Mit diesem Interview dürfte sich der Royal – erneut – keinen Gefallen getan haben. 

ls

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