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Dänische Royals: Prinz Henrik will nicht neben seiner Ehefrau beerdigt werden

Wenn er nicht König sein darf, möchte er auch nicht neben einer Königin seine letzte Ruhe finden. Der Mann der dänischen Königin Margrethe, Prinz Henrik, will nach seinem Tod nicht neben seiner Frau bestattet werden.

Prinz Henrik von Dänemark

Prinz Henrik von Dänemark möchte nicht neben seiner Gattin Königin Margrethe II. im Grab ruhen

Verletzter Stolz eines Prinzen. Wenn er nicht König sein darf, möchte er auch nicht neben einer Königin seine letzte Ruhe finden. Der Mann der dänischen Königin Margrethe, Prinz Henrik, will nach seinem Tod nicht neben seiner Frau bestattet werden. Das teilte das Königshaus am Donnerstag mit.

Der Sarkophag für die beiden war eigentlich bereits fertig gebaut. Bildhauer Bjørn Nørgaard hatte ihn angefertigt. Traditionell wird das dänische Königspaar in der Domkirche von Roskilde beigesetzt. Das Paar hatte die Kapelle St. Brigittes im Dom zu Roskilde extra für ihr jeweiliges Begräbnis renovieren und umbauen lassen. Das kostete umgerechnet etwa 3,9 Millionen Euro, berichteten dänische Medien.

Die 77-jährige Königin sei ihm jedoch nicht böse. Sie sei mit der Entscheidung ihres 83-jährigen Mannes einverstanden, hieß es weiter in der Mitteilung des Königshauses. Wo Prinz Henrik nun begraben werden soll, ist noch unklar. Er möchte auf jeden Fall auch nicht in der Heimat Frankreich begraben werden, sondern viel lieber in Dänemark.

Prinz Henrik wäre gern König

Der Prinz, der mit vollem Namen Henri de Laborde de Monpezat heißt, hatte seine Frau 1965 in London kennengelernt, als er noch als Sekretär in der französischen Botschaft arbeitete. Sie heirateten am 10. Juni 1967.

Er hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass er mit seinem Titel nicht glücklich war. Er wäre gern sehr König gewesen. Er fand Ehemänner regierender Königinnen würden diskriminiert werden und kämpfte seit den 70er-Jahren für royale Gleichstellung. In Dänemark machte er sich nie wirklich beliebt. In seiner Autobiografie schrieb er: "Wenige Monate nach meiner Ankunft wurde alles, was ich tat, kritisiert. Mein Dänisch war schwankend, ich bevorzugte Wein statt Bier, Seidenstrümpfe statt Stricksocken, Citroën statt Volvo, Tennis statt Fußball. Selbst für die Gauloises, die ich anstelle von Virginia-Tabak rauchte und die hierzulande den Ruf hatten, die Marke gesellschaftskritischer Intellektueller zu sein, konnte ich nicht auf Nachsicht hoffen. Ich war anders. Ich schien mit dieser Position zufrieden zu sein und mich nicht zu schämen. Das waren gleich zwei Fehler!"

2016 ging der Prinz in den Ruhestand und legte dabei auch seinen Titel "Prinzgemahl" ab. Den Satzteil "...bis dass der Tod euch scheidet" aus dem Eheversprechen nimmt Prinz Henrik nun offenbar wörtlich. 

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dm / DPA
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