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Reaktion auf Donald Trumps Rede: Bogota will Miss-Universe-Wahl nicht ausrichten

Die empörten Reaktionen auf die ausländerfeindlichen Äußerungen von Donald Trump reißen nicht ab. Nun hat die kolumbianische Hauptstadt Bogotá ihre Bewerbung als Ausrichter der Miss-Universe-Wettbewerbs zurückgezogen.

Donald Trump posiert mit einer brünetten Frau, die zur Miss Universe gekrönt wurde

Donald Trump (hier mit der 2013 zur Miss Universe gekrönten Erin Brady) gehört ein Teil der Miss-Universe-Organisation

Nach abfälligen Bemerkungen des US-Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump über mexikanische Einwanderer hat die kolumbianische Hauptstadt Bogotá ihre Bewerbung um die Ausrichtung von Trumps Schönheitswettbewerb Miss Universe zurückgezogen. Wie die Tourismusbehörde von Bogotá am Dienstag (Ortszeit) mitteilte, will sie nicht mehr Gastgeberin des nächsten Miss-Universe-Wettbewerbs sein. Grund seien "die respektlosen Äußerungen, die Donald Trump über die Latinos und Mexikaner in den USA gemacht" habe.

Behördenchefin Tatiana Piñeros warf Trump "fremdenfeindliche und diskriminierende" Rhetorik vor. Der US-Milliardär müsse sich entschuldigen.

Trump bekräftigt seine Bemerkungen

Amtierende Miss Universe ist die Kolumbianerin Paulina Vega. Ihre Nachfolgerin soll im März kommenden Jahres gekürt werden. 

Trump hatte Mitte Juni bei der Bekanntgabe seiner Präsidentschaftsbewerbung gesagt, wenn "Mexiko seine Leute schickt, schicken sie nicht die besten. Sie schicken Leute mit vielen Problemen, und sie bringen diese Probleme mit. Sie bringen Drogen, sie bringen Kriminalität, sie sind Vergewaltiger", sagte der Republikaner. Die Äußerungen hatten in den USA und in Mexiko Empörung ausgelöst.

Am Montag erklärte Trump, dass er weiter zu seinen Bemerkungen stehe. Der 69-jährige Geschäftsmann bewirbt sich ebenso wie mehr als ein Dutzend weitere Kandidaten um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner, ihm werden aber praktisch keine Chancen eingeräumt.

AFP
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