HOME

Rudolph Moshammer: Daisy folgt ihrem Herrchen in den Tod

Wo auch immer der exzentrische Modedesigner fotografiert wurde: Sein Schoßhündchen Daisy durfte nie fehlen. Nun ist die einzige Zeugin des Mordes zu den Klängen eines Moshammer-Hörbuches dem Leben entschlummert.

Die einzige Zeugin des Verbrechens am exzentrischen Modedesigner Rudolph Moshammer ist tot. Nach Angaben der "Bild" starb die Hundedame Daisy, Mosis ständige Begleiterin, in München in der Obhut ihres neuen Besitzers Andreas Kaplan. Moshammers Chauffeur hatte die Hündin nach dem Tod ihres Herrchens bei sich aufgenommen.

Einäscherung in Münchner Tierkrematorium

Es gibt wenige Bilder des Modezaren, auf denen er den Yorkshire-Terrier nicht in einer Handtasche oder auf dem Arm bei sich führt. Ein artgerechtes Leben führte Daisy dabei nicht: Wie Kaplan in seinem Buch "Mosi, Daisy und ich" enthüllte, musste Daisy sogar ihre Geschäfte im Haus verrichten, weil ihr Herrchen das Gassi gehen vernachlässigte.

In den letzten Stunden ihres Lebens war sie Moshammer noch einmal richtig nah: Nach Berichten der "Bild" bekam sie von Kaplan das Hörbuch "Bekenntnisse einer Hundedame" vorgespielt, das von Moshammer gesprochen ist. "Wenn Daisy seine Stimme hört, ist das Balsam für ihre Seele und sie träumt von ihm", wird Kaplan zitiert.

In der vergangenen Woche hatte sich Daisys Luftröhre verengt, alle Behandlungsversuche mit Medikamenten scheiterten. Entkräftet soll sie sich ein letztes Mal aufgebäumt haben, um sich vom Körbchen in ihre Tragetasche zu schleppen. Dort verstarb sie dann. Noch am selben Tag folgte die Einäscherung in einem Münchner Tierkrematorium.

akl