Seit Samstag sind mehr als 40.000 Haushalte in Berlin von einem massiven Stromausfall betroffen - darunter auch das Zuhause von Sarah Connor. Mit einer Stirnlampe auf dem Kopf meldete sich die 45-Jährige auf Instagram in einer Story zur Wort, sie ist im Dunkeln kaum zu erkennen, trägt eine Winterjacke. "Liebe Grüße aus Berlin vom Stromausfall. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell meine Kopflampe aus dem Dschungel wieder herausholen muss, aber wir rennen hier durchs Haus – ein bisschen kopflos – und haben Jacken an, denn es ist kalt und dunkel", scherzte sie zunächst.
Sie hätten keinen Kamin, keine Lampen, die mit Batterie funktionierten. "Uns fällt gerade auf, dass wir gar nicht so gut vorbereitet sind für so einen Komplettausfall. Jetzt lache ich noch, wahrscheinlich ist das übermorgen gar nicht mehr so lustig", so Connor weiter.
Sarah Connor appelliert an Politik
Tatsächlich brachen die Sängerin und ihre Familie kurz später ihre Zelte in ihrem Zuhause ab - und flüchteten in ein warmes Hotel. Von dort postete sie erneut an ihre Fans eine Nachricht: "Wir haben uns jetzt entschieden, ins Hotel zu gehen, weil es einfach zu kalt ist, und weil es jetzt einfach ging", erklärt sie.
Und fügt dann hinzu: "Ich wollte aber noch mal sagen, es ist eigentlich gar nicht so lustig. Ich hatte natürlich auch keinen Empfang, ich konnte es jetzt erst posten. Wir haben auch kein Internet und kein Telefon zu Hause, und ich finde es, wenn ich darüber nachdenke, ganz schön krass und frage mich, ob wir da in so einer großen Stadt nicht besser darauf vorbereitet sein können."
Der Stromausfall im Südwesten Berlins war die Folge eines politisch motivierten Anschlags. Der regierende Bürgermeister der Stadt, Kai Wegener, teilte am Sonntag mit, dass die Täter "offenkundig Linksextremisten" gewesen seien. Die Polizei ermittelte, nachdem ein Bekennerschreiben auftauchte, die Täter hatten eine Kabelbrücke in Brand gelegt. Die Stadt richtete Notunterkünfte ein, zahlreiche Menschen suchten Schutz bei Freunden oder wie Connor in Hotels. Noch immer sind zehntausende Haushalte betroffen.
Sarah Connor appellierte auch an die Politik: "Liebe Politiker, wie helft ihr denn da jetzt?", fragte sie.