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Instagram-Star Rodrigo Alves: "Ich war fett, hässlich, depressiv"

Rodrigo Alves hat 42 Schönheitsoperationen hinter sich. Kaum etwas ist echt an dem Brasilianer. Er ist stolz auf seinen Körper - doch im Netz erhält er Hasskommentare.

Rodrigo Alves heute (l.) und als Teenager

Rodrigo Alves heute (l.) und als Teenager

Vor vielen Jahren war Rodrigo Alves noch ein anderer Mensch. Der Brasilianer, der in London lebt, hatte ein Allerweltsgesicht, X-Beine und ein paar Kilo zu viel auf den Hüften. Heute ist der 29-Jährige nicht mehr wiederzuerkennen. Alves hat 42 Schönheitsoperationen an sich durchführen lassen und mehr als 305.000 britische Pfund dafür ausgegeben. Alves ist stolz auf sein Aussehen, doch im Internet wird er dafür angefeindet.

Auf seinem Instagram-Account präsentiert sich der 29-Jährige selbstbewusst und bewirbt offen die Vorzüge von plastischer Chirurgie. Sein Leben sei dadurch besser geworden, sagt er. Er habe sich "neu erfunden". Kaum etwas, das Alves nicht hat vornehmen lassen: Haartransplantation, Nasenverkleinerung, Lidstraffung, Kinn-, Wangen-, Bauchmuskel- und Brustimplantate, Lifting und Botoxinjektionen. Die Liste könnte ewig weitergehen.

Viele finden, Alves sehe Ken von Barbie ähnlich. Er selbst sagt, das sei nie sein Ziel gewesen - doch es schmeichelt ihm. In seinen Beiträgen benutzt Alves häufig den Hashtag #KenDoll.

42 plastic surgeries, 305k english pounds very well spent! #makeover #plasticsurgery #plasticpositive #rodrigoalves #news

Ein von Rodrigo Alves (@rodrigoalvesuk) gepostetes Foto am

 

"Ich war fett, hässlich, depressiv"

Alves wurde nach eigenen Angaben im falschen Körper geboren. Plastische Chirurgie sei der einzige Weg gewesen, um etwas an seinem Aussehen zu ändern, schreibt er auf Instagram. Er leide an einer Hormonstörung, deshalb bringe Fitnesstraining keinen Erfolg.

Alves' Kindheit und Jugend war offenbar schwierig. "Ich hatte Brüste wie eine Frau, wurde 'Kartoffelkopf' genannt. Ich war fett, hässlich, deformiert und depressiv", sagte er dem britischen "Mirror". In seinem Internat hätten ihn die Mitschüler die Treppe hinuntergeschubst und seinen Kopf in ein Urinal gehalten. "Ich wollte einfach nur von der Gesellschaft akzeptiert werden und den brasilianischen Schönheitsstandard entsprechen."

"Das sieht nicht mehr menschlich aus"

Heute, nach 42 Operationen, fühlt sich Alves "heiß und attraktiv". Diese Ansicht können viele nicht teilen. In den sozialen Netzwerken muss Alves harte Kritik einstecken. "Das sieht doch nicht mehr menschlich aus", "Schrecklich", "Lächerlich", "Den wird keine Frau attraktiv finden", lauten einige der Kommentare. Alves wehrt sich dagegen: "Die negativen Kommentare ignoriere ich, sie machen mich nur stärker."

Immerhin 73.000 Menschen folgen Alves mittlerweile auf Instagram. Bald wird er außerdem in einer neuen Reality-TV-Show des Senders "Channel 4" auftreten.


@aisleyne1 loved meeting you tonight!!! #beauty and #sexy with #class and #elegance ❤️

Ein von Rodrigo Alves (@rodrigoalvesuk) gepostetes Foto am


kis