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Schönheitswettbewerb: Rassisten pöbeln gegen neue Miss America

Als erste Frau mit indischen Wurzeln hat Nina Duvuluri die Wahl zur Miss America gewonnen. Doch kaum war die Krone vergeben, hagelte es rassistische Kommentare.

New York hat erfolgreich den Titel verteidigt: Zum zweiten Mal in Folge ist die amtierende "Miss New York" zur "Miss America" gekürt worden. Nina Davuluri konnte sich bei dem Wettbewerb in Atlantic City gegen 52 Konkurrentinnen durchsetzen. Damit hat erstmals eine Frau mit indischer Herkunft den begehrten Titel gewonnen.

Genau diese Herkunft ist für einige US-Amerikaner aber offenbar ein Problem. Unmittelbar nach der Wahl hagelte es rassistische Kommentare, berichtet CNN. "Wenn du #Miss America bist, solltest du Amerikanerin sein", schrieb demnach ein Nutzer bei Twitter. "Dies ist Amerika, nicht Indien" ein anderer.

Auch der konservative Sender Fox mischte munter mit: "Die liberalen Miss-America-Juroren werden dies nicht sagen - aber Miss Kansas verlor, weil sie tatsächlich die amerikanischen Werte repräsentierte", twitterte Moderator Todd Starnes. Später kommentierte er die Wahl Davuluris mit: "Miss Politically Correct America".

Die von Starnes favorisierte "Miss Kansas" Theresa Vail galt vor dem Wettbewerb als potentielle Siegerin, weil sie eine Publikumswahl gewann. Sie ist blond, Soldatin und präsentierte sich auf dem Laufsteg in Tarnkleidung. Zudem hatte Vail für Aufsehen gesorgt: Sie zeigte als erste Teilnehmerin der Miss-Wahlen offen ihre Tattoos.

cjf
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