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Prozess in London Sie sprachen mit Promi-Zeitschrift: Herzogin Meghan will Schutz für fünf Freundinnen

Herzogin Meghan
Herzogin Meghan verklagt Teile der britischen Boulevardmedien
© Steve Taylor / Picture Alliance
Herzogin Meghan hat die britische "Mail on Sunday" verklagt, weil diese private Informationen veröffentlicht habe. Vor Gericht setzt sich die Amerikanerin jetzt für den Schutz von fünf Zeuginnen ein.

Im Gerichtsstreit zwischen Herzogin Meghan und der Associated Newspaper Ltd. (ANL) hat es eine erste Entscheidung gegeben. Im Mai hat der Richter Meghans Vorwurf abgewiesen, die britische Zeitung habe bewusst für Ärger zwischen ihr und ihrem Vater sorgen wollen. Am 22. Juli hat sich Meghan nun bereit erklärt, knapp 68.000 Pfund an Prozesskosten zu zahlen.

Ein erster Erfolg für ANL. Meghan hatte ANL verklagt, weil die "Mail on Sunday" sowie die "Daily Mail" einen privaten Brief an ihren Vater, Thomas Markle, veröffentlicht hatten. 

Herzogin Meghan muss große Summe zahlen

Doch vor Gericht wurde auch ein anderes Thema im Zuge der Verhandlungen besprochen. Denn Meghan setzt sich dafür ein, dass die Namen von fünf ihrer engen Freundinnen geheimgehalten werden. Die fünf hatten im vergangenen Jahr mit der US-Zeitschrift "People" gesprochen, um die Herzogin gegen die Berichterstattung in Großbritannien zu verteidigen. Anwälte der 38-Jährige argumentierten jetzt, würden die Namen der Zeuginnen veröffentlicht, könnte das gefährliche Konsequenzen und viel öffentliche Aufmerksamkeit für sie bedeuten. 

ANL argumentiert derweil, die fünf Freundinnen der US-Amerikanerin hätten den Brief erst ins Gespräch gebracht. Daraufhin hätten die britischen Tabloids diesen erst veröffentlicht. Der Verlag will, dass die Namen öffentlich gemacht werden. 

Meghan will Freundinnen schützen

Für Meghan offenbar eine gruselige Vorstellung. In einem Brief ans Gericht sagt die Ehefrau von Prinz Harry, ANL drohe damit, "die Namen von fünf Frauen – fünf Privatbürgerinnen – zu veröffentlichen, die vor mehr als einem Jahr allein die Entscheidung getroffen haben, anonym mit einem US-Medienunternehmen zu sprechen, um mich vor dem Mobbingverhalten der britischen Boulevardpresse zu schützen".

Nicht sie und nicht ihre Freundinnen stünden vor Gericht, betont sie. "Der Herausgeber der 'Mail on Sunday' ist derjenige, der vor Gericht steht. Es ist dieser Verleger, der unrechtmäßig gehandelt hat und versucht, sich der Rechenschaftspflicht zu entziehen, einen Zirkus zu veranstalten und von dem Punkt dieses Falles abzulenken – dass die 'Mail on Sunday' meinen privaten Brief unrechtmäßig veröffentlicht hat", schreibt die Herzogin. 

Quelle: "The Guardian"

ls

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