Sorgerechtsstreit Spears flüchtet vor dem Richter


Panische Angst scheint sie vom Gerichtsgebäude fernzuhalten: Statt vor dem Richter um das Sorgerecht für ihren beide Söhne zu kämpfen, flüchtete sich Britney Spears noch vor der Anhörung in ihr Auto - und raste in ein Restaurant. Dafür muss sie einen hohen Preis zahlen.

Britney Spears (26) wird weiterhin auf Besuche von ihren beiden kleinen Söhnen verzichten müssen. Ein Richter in Los Angeles hat am Montag die Anfang Januar erlassene Regelung verlängert, wonach Kevin Federline, Ex-Ehemann der Sängerin, vorläufig das alleinige Sorgerecht behält. Der nächste Gerichtstermin wurde für den 19. Februar festgesetzt. Bei der Anhörung am Montag waren fünf Zeugen zu Wort gekommen, darunter ein Polizist, eine Sozialarbeiterin und ein Leibwächter. Spears hatte den Termin platzen lassen, während Federline der Sitzung beiwohnte.

Die Sängerin war am Nachmittag (Ortszeit) in ihrem Auto vor dem von Fotografen umstellten Gerichtsgebäude vorgefahren. Sie sei kurz ausgestiegen, habe die Paparazzi angeschrien und sei wieder davongebraust, berichtete der Internetdienst "tmz.com". "Ich habe Angst. Ich will ins Auto zurück", sagte Spears nach Augenzeugenberichten. Federlines Anwalt gab später eine kurze Erklärung ab. Sein Mandant würde die Entscheidung des Richters nicht als "Sieg" werten. Dies sei vielmehr eine besorgniserregende Situation. "Er (Federline) hofft, dass er die Kinder irgendwann in der Zukunft mit Mitwirkung ihrer Mutter großziehen kann", sagte Anwalt Mark Vincent Kaplan.

Ein Richter hatte Spears Anfang Januar das Besuchsrecht für ihre beiden ein und zwei Jahre alten Söhne Jayden James und Sean Preston entzogen. Auslöser dafür war die Weigerung der Mutter, ihre Kinder nach einem Besuch in ihrem Haus fristgemäß an Federline zurückzugeben. Spears erlitt einen Nervenzusammenbruch und wurde am 3. Januar in ein Krankenhaus gebracht. Federline erhielt am nächsten Tag das alleinige Sorgerecht für die Söhne.

Freunde und Familie machen sich nun große Sorgen, dass sich die Sängerin etwas antun könnte. Spears habe mit Selbstmord gedroht, sollte sie noch einmal in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden, so ein Freund. Auch die Eltern Jamie und Lynne könnten sie nicht zu einer erneuten Behandlung bewegen, so der Insider weiter. Laut dem Onlinedienst "FemaleFirst.co.uk" sagte Britney wörtlich: "Sie werden mich nicht in die Klapsmühle schicken. Niemand kann das, ich werde da auf keinen Fall hin gehen. Bevor sie mich einschließen, werde ich mich umbringen. Sag' Mama und Daddy ruhig, dass ich das gesagt habe. Oh mein Gott, es ist aus mit mir."

Ein weiterer Freund der 26-Jährigen sagte der britischen Zeitung "Daily Mirror": "Die Kinder sind ihr Leben. Mir hat sie gesagt, dass sie kein Leben mehr hat, wenn sie die beiden nicht sehen darf. Ich habe sehr, sehr große Angst um sie."

DPA/Firtsnews DPA

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