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Staatsanwaltschaft: Ballack als Steuersünder

Gegen den Kapitän der Nationalmannschaft Michael Ballack ist ein Strafbefehl erlassen worden. Wegen eines Zollvergehens soll der Fußball-Star 60 000 Euro Bußgeld zahlen.

Eine Handtasche für seine Lebenspartnerin Simone Lambe bringt Fußball-Millionär Michael Ballack in arge Bedrängnis. Wie die "Bild-Zeitung" berichtet, brachte Ballack im Januar das 2000 Euro teure Mitbringsel aus seinem Winter-Trainingslager in Dubai mit. Allerdings vergaß er am Flughafen in München das Stück zu deklarieren, wurde prompt vom Zoll kontrolliert und als Steuer-Sünder entlarvt. Insgesamt 380 Euro Zollgebühren und Einfuhrumsatzsteuer hätte er für die Handtasche zahlen müssen - tat er aber nicht.

Verhandlung erst nach der WM

Daraufhin erließ das Strafgericht Landshut einen Strafbefehl von 60.000 Euro gegen den Kapitän der Nationalmannschaft. Das bestätigte der Pressesprecher der Landshuter Staatsanwaltschaft Markus Brümmer gegenüber stern.de. Für den Multi-Millionär ist diese Summe im Verhältnis zu seinem baldigen Verdienst beim FC Chelsea - etwa 200.000 Euro die Woche - zwar eine Kleinigkeit, dennoch legte der ehemalige Bayern-Star Einspruch ein.

DFB-Sprecher Harald Stenger wollte sich gegenüber der "Bild" über den Vorfall nicht weiter äußern, da das Verfahren noch nicht abgeschlossen sei. Sollte Ballack seinen Einspruch jedoch nicht zurückziehen und zahlen, wird es zu einer Verhandlung vor dem Amtsgericht Landshut kommen. Einen fixen Termin dafür gibt es zwar noch nicht, vor der WM wird er jedoch nicht liegen, da das Strafgericht die Vorbereitung des Fußballers nicht stören will. Wer wollte schon daran Schuld sein, wenn Ballack wegen Steuersorgen patzt?

Svenja Schierer