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Anfrage als Geschworene: Darum darf Taylor Swift nicht über einen Vergewaltigungs-Fall urteilen

Taylor Swift verpasste die MTV Video Music Awards weil sie zur Geschworenen-Auswahl in Nashville vorgeladen war. Doch die Sängerin muss in dem Sexual-Fall nicht urteilen - weil sie selbst in eine Klage verwickelt ist.

Taylor Swift

Taylor Swift bei der Geschworenen-Auswahl in Nashville.

Normalerweise lässt Taylor Swift keine Preisverleihung aus, besonders, wenn es sich um die MTV Video Music Awards handelt. Doch am Sonntag mischte sich die 26-Jährige nicht wie sonst unter die anderen Superstars wie Beyoncé, Rihanna oder Britney Spears. Stattdessen kam die Sängerin ganz bodenständig ihrer Bürgerpflicht nach.

In ihrem Hauptwohnsitz Nashville wurde Swift zum Geschworenen-Dienst vorgeladen. Wie das Klatschportal "tmz.com" berichtet, war Swift eine von 30 zufällig ausgewählten Amerikanern, die eventuell als Geschworenen-Jury einen Gerichtsprozess beobachten sollen. Allein die Auswahl dauert mindestens einen Tag, wer in die Jury berufen wird, muss womöglich Wochen am Gericht verbringen. Zumindest die Warterei am ersten Tag wurde den Anwesenden jedoch von Swift versüßt. Bereitwillig posierte sie für Fotos und Videos, die schnell auf Twitter kursierten.

Taylor Swift muss nicht zum Geschworenen-Dienst antreten

Doch Taylor Swift wird so schnell nicht wieder am Gericht erscheinen müssen: Sie wurde wegen Befangenheit vom Geschworenen-Dienst befreit. Ihre Jury muss sich mit einem Fall von schwerer Vergewaltigung, Entführung und Gewalt beschäftigen. Weil Swift jedoch selbst in eine Klage verwickelt ist, in der es um einen sexuellen Übergriff geht, eignet sie sich nicht als neutraler Prozess-Beobachter, berichtet "tmz.com".

Swift wurde im vergangenen September von einem ehemaligen Radio-Moderator aus Denver verklagt, weil er wegen ihr seinen Job verloren haben soll. Er sei von Swift fälschlicherweise beschuldigt worden, sie bei einem Fan-Treffen schwer begrapscht zu haben. Swift reichte daraufhin im Oktober eine Gegenklage ein. Wie unter anderem die britische Zeitung "Guardian" berichtet, beteuert der Moderator, dass sie ihn verwechseln würde. Doch das lassen Swifts Anwälte nicht gelten. "Frau Swift weiß ganz genau, wer sie angegriffen hat", ließ die Sängerin damals mitteilen.

sst