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Schauspieler und Regisseur Til Schweiger über den Tod seiner Mutter: "Das kann man niemals verarbeiten"

Filmemacher Til Schweiger trauert um seine Mutter
Filmemacher Til Schweiger trauert um seine Mutter
© Britta Pedersen / DPA
Vor wenigen Monaten ist die Mutter von Schauspieler Til Schweiger gestorben. In einem Interview sprach der 57-Jährige jetzt über seine Trauer und weitere Verluste in seinem Leben.

Anfang des Jahres verlor Til Schweiger seine Mutter Monika. Die pensionierte Lehrerin litt an Demenz und starb im Alter von 81 Jahren. "Für meine Mutter war es sicherlich besser so. Für meinen Papa ist es natürlich schlimm, dass sie nicht mehr da ist", sagte Schweiger jetzt in einem Interview mit der "Bild am Sonntag". Er selbst habe den Tod seiner Mutter nicht überwunden. "Das kann man ja niemals verarbeiten", so der 57-Jährige.

Mit Trauer und Verlust ist Schweiger nun auch in seinem neuen Film "Kurt" konfrontiert, der auf dem gleichnamigen Roman von Sarah Kuttner basiert. Darin geht es um eine Patchworkfamilie, die ein Kind verliert. Schweiger ist Regisseur und Hauptdarsteller des Films und hat mit Vanessa Walder das Drehbuch verfasst. Kuttner selbst hat sich vergangenes Jahr schon begeistert gezeigt. Zu einem Foto des Skripts schrieb sie auf Instagram: "Fächelt sich aufgeregt Luft zu und verdrückt beim Lesen eventuell 2-12 Tränen."

Freund von Schweigers Tochter Luna starb bei Autounfall

Schweiger offenbart in dem Interview mit der "Bild", dass er, neben seiner Mutter, bereits andere geliebte Menschen verloren habe, etwa Marvin Balletshofer, den Ex-Freund seiner Tochter Luna. Der Unternehmer war im vergangenen Jahr bei einem Autounfall tödlich verunglückt. Er wurde nur 23 Jahre alt. Ballettshofers Eltern habe er seinen neuen Film gewidmet.

Zudem habe ihn der Tod von Ursula Karvens Sohn Daniel tief getroffen. Der Sohn der Schauspielerin ertrank 2001 im Pool von US-Musiker Tommy Lee. Der damals vierjährige Daniel Karven war zu einer Geburtstagsparty von Lees Sohn eingeladen. "Ich erinnere mich heute noch genau an den Anruf. Und dabei ist es jetzt schon 20 Jahre her", sagte Schweiger über den Moment, als ihn seine damalige Frau Dana über den tragischen Unfall informierte. Ihre gemeinsame Tochter Luna sei eng mit dem Jungen befreundet gewesen. "Über den Tod von Daniel trauert Luna heute noch. Und damals war sie erst vier", sagte Schweiger.

Den Verlust eines Kindes verkraften, darum geht es nun auch in Schweigers Streifen "Kurt", den er als "intensivsten Film", den er je gedreht habe, bezeichnet. "Im Schneideraum habe ich schon so viele Tränen vergossen, obwohl ich den Film in- und auswendig kenne. Ich heule eigentlich jeden Tag."

Lesen Sie auch ein Interview mit Sarah Kuttner zu ihrem Roman "Kurt":

"Ich hab keine Angst vor Trauer" - Sarah Kuttner über Tragödien

jum

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