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Rapper erschossen Nipsey Hussle: Drei Jahre nach seinem Tod wird ein Gangmitglied des Mordes schuldig gesprochen

Airmiess Joseph Asghedom Alias Nippsey Hussle wurde nur 33 Jahre alt
Airmiess Joseph Asghedom Alias Nippsey Hussle wurde nur 33 Jahre alt
© Marcio Jose Sanchez/ / Picture Alliance
Drei Jahre ist es her, dass Rapper Nipsey Hustle in Los Angeles erschossen wurde. Nun hat ein Gericht den Täter verurteilt. Die Strafe steht noch aus.

Es war ein Tod, der die Rap-Szene erschütterte und weltweit Schlagzeilen machte: Im März 2019 war der 33-jährige Rapper Nipsey Hussle in seiner Heimatstadt Los Angeles auf einem Parkplatz von mindestens zehn Schüssen getötet worden. Nun wurde der Täter von einem Gericht des Mordes für schuldig befunden.

Nach einem mehrwöchigen Prozess fällten die Geschworenen am Mittwoch das Schuldurteil. Der Täter habe mit Vorsatz gehandelt, befand die Jury. Ihm droht eine lebenslange Haft. Das Strafmaß soll Mitte September bekanntgegeben werden, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Angriff aus der eigenen Gang

Die Schüsse fielen im März 2019 vor einem Bekleidungsladen, dessen Mitbesitzer Hussle war. Zwei weitere Männer wurden dabei verletzt. Der mutmaßliche Täter, der vom Tatort flüchtete, wurde zwei Tage später im Raum Los Angeles festgenommen. In dem Prozess wurde er nun auch wegen versuchter Tötung und illegalen Waffenbesitzes schuldig gesprochen.

Hussle und der Täter gehörten zeitweise derselben Straßengang an. Nach Angaben der Polizei war der Schütze mit dem Rapper in Streit geraten. Ein Video von einer Überwachungskamera zeigte, wie der Mann die Schüsse mit zwei Waffen abgab. Die Verteidiger argumentierten in dem Prozess, er habe nicht vorsätzlich gehandelt. Sie scheiterten jedoch mit dem Versuch, eine Verurteilung wegen Mordes abzuwenden.

US-Rapper Pusha T posiert für die Kamera.

Erschütterte Musik-Szene

Der Mordfall hatte damals die Musik-Szene erschüttert. Tausende säumten die Straßen, als im April 2019 der Sarg mit Hussles Leichnam nach der Trauerfeier auf einer Strecke von 40 Kilometern durch mehrere Stadtteile von Los Angeles gefahren wurde. Mehr als 20 000 Menschen fanden sich für eine Trauerfeier ein.

Rapper Snoop Dogg würdigte seinen Kollegen damals als liebenswerten Menschen, der sich für die Versöhnung rivalisierender Banden stark gemacht habe. Stevie Wonder spielte Songs wie "Rocket Love" und "Tears in Heaven". Der Sänger verurteilte Waffengewalt, der schon genug Menschen zum Opfer gefallen seien. Auch ein Brief des früheren US-Präsidenten Barack Obama wurde verlesen, der darin Hussles Wandlung zu einem Friedensaktivisten als vorbildlich für junge Menschen würdigte. Hussle hatte sich neben der musikalischen Karriere in seiner Gemeinde gegen Bandenkriminalität engagiert.

mma DPA

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