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Saftige Strafe: Waffe im Gepäck: Udo Lindenberg erzählt vom teuersten Flug seines Lebens

Der Vorfall sorgte für Schlagzeilen: Im Gepäck von Udo Lindenberg entdeckten Sicherheitsmitarbeiter des Hamburger Flughafens eine Waffe. Jetzt stellt sich heraus: Für Lindenberg wurde es der teuerste Flug seines Lebens.

Udo Lindenberg

Gefahr im Verzug: Udo Lindenberg reise mit brisantem Gepäck.

DPA

Bei diesem Fund gerieten Sicherheitsmitarbeiter und Polizei am Flughafen Hamburg in helle Aufregung: Am 16. November 2014 entdeckten sie in einem Gepäckstück eine Waffe. Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen kleinkalibrigen Revolver vom Typ "Noth American Arms Long Rifle". Der prominente Besitzer des Gepäckstücks: Udo Lindenberg.

Die "Hamburger Morgenpost" berichtete damals über den Vorfall. Jetzt fand die Zeitung heraus: Lindenberg musste eine Geldstrafe von 50.000 Euro bezahlen. Im Gegenzug wurde das Verfahren gegen den Sänger eingestellt. "Das Verfahren der Hamburger Staatsanwaltschaft wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ist mit Erlaubnis des Gerichts wegen 'geringer Schuld' und fehlenden öffentlichen Interesses eingestellt worden', schreibt das Blatt. Ein Gerichtsprozess blieb dem 73-Jährigen somit erspart.

Waffe soll dem Bodyguard von Lindenberg gehört haben

Lindenberg gab damals an, dass die Waffe einem seiner Bodyguards gehörte. "Alles cool. Keine Panik. Das war 'ne Waffe meines Bodyguard-Teams. Gruß von den Champs Elysees", sagte er damals der "Hamburger Morgenpost". Den Flug nach Paris konnte er seinerzeit trotz des Waffenfundes antreten, hinterher hatte die Sache jedoch ein juristisches Nachspiel.

Offenbar war Lindenberg nicht im Besitz eines gültigen Waffenscheins. Zwar sei der Revolver nicht geladen gewesen, doch bei seinem angeblichen Bodyguard fanden Beamte die passende Munition für das Kleinkaliber. Daraufhin soll sogar Lindenbergs Suite im vornehmen "Hotel Atlantic" durchsucht worden sein. Dort wurden die Beamten allerdings nicht fündig.

"Udo Lindenberg! Mach Dein Ding" kommt am 16. Januar ins Kino.

Waffe im Gepäck ist keine gute Idee

Für den Mitarbeiter Lindenbergs , der offenbar auch nicht über einen Waffenschein verfügte, ging die Sache nicht so glimpflich aus. Er wurde zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Unklar ist, wie das Lindenberg-Team überhaupt der Meinung sein konnte, es sei eine gute Idee, eine Waffe in einem Gepäckstück aufzugeben, das am Flughafen durchleuchtet wird.

Quelle: "Hamburger Morgenpost"

mai