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Überfall in Tötensen: Bohlen flüchtet nach Köln

Der Überfall auf sein Haus hat Dieter Bohlen stark aufgewühlt. Zusammen mit seiner Freundin Carina hat er Tötensen auf unbestimmte Zeit verlassen. Die beiden übernachten nun in einem Hotel in Köln.

Dieter Bohlen und seine Freundin Carina haben nach dem Raubüberfall das Haus des Musikproduzenten auf unbestimmte Zeit verlassen. "Dieter und ich konnten es zu Hause nicht länger aushalten", zitiert die "Bild"-Zeitung Bohlens Freundin. Deshalb seien sie nach Köln geflogen und hätten im Hotel geschlafen. Wann die beiden in die Villa südlich von Hamburg zurückkehren, ist völlig offen: "Im Moment ist das für uns ausgeschlossen. Wir wissen noch nicht, wo wir Weihnachten feiern werden", sagte die Freundin.

Bohlen, seine Freundin und zwei Hausangestellte waren am Montag von zwei bewaffneten Räubern in dem Haus überfallen und gefesselt worden. Sie zwangen Bohlen nach dessen Angaben mit Waffengewalt, 60.000 Euro herauszugeben. Bohlen konnte flüchten und rief die Polizei. Die Täter waren aber bereits geflüchtet.

Die Polizei geht derzeit vor allem Hinweisen aus der Bevölkerung nach, die nach der Veröffentlichung von Fahndungsbildern abgegeben wurden, wie Polizeisprecher Matthias Rose in Winsen/Luhe sagte. Außerdem existieren Bilder von den Tätern, die eine Überwachungskamera aufgenommen hat.

Schon mehrfach Opfer von Kriminellen

Berits öfter wurde Dieter Bohlen Opfer von Kriminellen. Im Herbst 2003 stahlen Diebe seinen BMW X5 Geländewagen im Wert von 78.000 Euro direkt vom Hof seines Anwesens. Zwei Monate später stiegen Einbrecher in seine Villa ein. Sie rissen den Tresor aus der Wand und erbeuteten 150.000 Euro, während Bohlen an der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" teilnahm.

Im Sommer 2002 sorgte Bohlen zudem mit Schüssen auf vermeintliche Einbrecher - die aber Polizisten waren - für Schlagzeilen. Die Polizei war verständigt worden, dass Bohlens Sohn hilflos in der Villa des Stars liege. Zwei Beamte überprüften die Situation, doch auf ihr Klingeln öffnete niemand. Daraufhin gelangten sie durch ein Fenster ins Haus. Bohlen schoss von einem Balkon mit einer Schrotflinte, um die vermeintlichen Einbrecher abzuschrecken. Gemeinsam mit seiner damaligen Lebensgefährtin Estefania Küster war Bohlen danach nackt in den nahen Wald geflüchtet. Im Sommer dieses Jahres hatten sich Bohlen und Küster getrennt.

AP/fri / AP