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Prozess wegen angeblicher Vergewaltigung: Urteil rechtskräftig: Gina-Lisa Lohfink muss 20.000 Euro zahlen

Rund 15 Monate nach der viel beachteten Verurteilung des Models Gina-Lisa Lohfink wegen falscher Verdächtigung ist das Urteil rechtskräftig. Die 31-Jährige muss 20.000 Euro zahlen sowie die Gerichtskosten übernehmen.

Gina-Lisa Lohfink

Gina-Lisa Lohfink im Sommer 2016 vor Gericht

Gut fünf Jahre nach einer angeblichen Vergewaltigung ist der Prozess gegen das Model Gina-Lisa Lohfink wegen falscher Verdächtigung endgültig abgeschlossen. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten verurteilte Lohfink schriftlich ohne mündliche Verhandlung zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro, teilte Gerichtssprecherin Lisa Jani am Donnerstag mit. Ihre bisherigen Vergewaltigungsvorwürfe darf sie auch nicht mehr äußern.

Lohfink hatte behauptet, im Juni 2012 von zwei Männern vergewaltigt worden zu sein. Dabei sollen K.-o.-Tropfen im Spiel gewesen sein. Dafür sahen die Gerichte aber keine Hinweise. Zuletzt hatte das Kammergericht im Februar im wesentlichen den Schuldspruch des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten bestätigt. Wegen der falschen Verdächtigung sollte Lohfink demnach 20.000 Euro zahlen.

Gina-Lisa Lohfink muss 80 Tagessätze à 250 Euro zahlen 

Die Höhe der Tagessätze musste aber neu verhandelt werden, weil das Kammergericht für das angenommene Einkommen von Lohfink keine ausreichende Grundlage sah. In dem jetzigen Beschluss des Amtsgerichts ist nun eine identische Summe festgelegt: 80 Tagessätze zu je 250 Euro. Lohfinks Verteidigung habe dem inzwischen zugestimmt.

Der Prozess hatte deutschlandweit Aufsehen erregt und polarisiert. Die einen sahen das Model als Vorkämpferin für die Rechte von Frauen, andere vermuteten eine inszenierte Tränenshow.


jum/DPA