Kaffeebecher in der Hand, ein Lächeln im Gesicht: So zeigte sich Prinzessin Eugenie (35) am 24. Februar auf den Straßen Londons - und das nur einige Tage, nachdem ihr Vater Andrew Mountbatten-Windsor (66) in einem beispiellosen Polizeieinsatz festgenommen worden war. Die Tochter des ehemaligen Herzogs von York trug lässig eine Jacke, Leggings und eine Baseballkappe, als sie gemeinsam mit Ehemann Jack Brooksbank (39) unterwegs war. Es war das erste Mal, dass eine der beiden Andrew-Töchter seit der Verhaftung öffentlich gesichtet wurde, wie "The Sun" berichtet.
Die Bilder, die dem britischen Blatt vorliegen, stehen in einem bemerkenswerten Kontrast zu dem, was sich am 19. Februar in Norfolk abgespielt hatte. An jenem Tag - ausgerechnet an Andrews 66. Geburtstag - waren Polizeibeamte gegen acht Uhr morgens an seinem neuen Wohnsitz auf dem Sandringham-Anwesen erschienen. Sie teilten dem Personal mit, dass Andrew wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen werde.
Elf Stunden Verhör an seinem Geburtstag
Von dort wurde der achte der britischen Thronfolge zur Polizeistation im rund 55 Minuten entfernten Aylsham gebracht. Dem Bericht zufolge hatte die Polizei von Norfolk eine beispiellose Maßnahme angeordnet: Das gesamte interne IT-System der Behörde wurde heruntergefahren, damit nichts über den prominenten Verdächtigen nach außen drang. Die Belegschaft der Station war offenbar vorab gewarnt worden, dass eine "namhafte Person" eintreffen würde.
Elf Stunden verbrachte Andrew in Gewahrsam - wie jeder andere Verdächtige musste er eine DNA-Speichelprobe abgeben, wurde fotografiert und seine Fingerabdrücke genommen. Gegen 19 Uhr wurde er schließlich entlassen. Auf einem mittlerweile weltbekannten Foto, das ihn zusammengesunken auf dem Rücksitz eines Autos zeigt, wirkte er wie ein gebrochener Mann.
Historische Verhaftung erschüttert die Monarchie
Die Festnahme ist historisch: Andrew ist das erste Mitglied des britischen Königshauses, das seit König Charles I. im Jahr 1647 verhaftet wurde. Hintergrund sind die Ermittlungen rund um die Verbindungen des Royals zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Die US-Regierung hatte zuvor Millionen neuer Dokumente aus ihren Epstein-Ermittlungen freigegeben.