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Zwei Festnahmen Präsident Emmanuel Macron bei Besuch in Südfrankreich geohrfeigt

Ohrfeige für Frankreichs Präsident – hier schlägt der Angreifer Macron in Gesicht
Sehen Sie im Video: Ohrfeige für Frankreichs Präsident – hier schlägt der Angreifer Macron ins Gesicht.




Damit dürfte er nicht gerechnet haben. Bei einem Besuch in Südfrankreich wollte der französische Staatspräsident Emmanuel Macron Hände wartender Anwohner schütteln als er eine Ohrfeige kassierte. Auf dem Video eines französischen Senders ist zu hören, wie jemand "Nieder mit der Macronie" ruft - ein Slogan mit Bezug zu Zeiten der französischen Monarchie. Macrons Sicherheitspersonal geht gegen den Mann vor und zieht den Präsidenten zur Seite. Sekunden später kehrt Macron zur Absperrung zurück, um weiter Hände zu schütteln. Nach Angaben der Polizei wurden zwei Männer festgenommen. Das Motiv des Angreifers war zunächst unklar. Der französische Regierungschef Jean Castex verurteilte die Ohrfeige während einer Rede in der französischen Nationalversammlung als Angriff auf die Demokratie. Der Vorfall ereignete sich und 80 Kilometer südlich von Lyon. Dort war Macron mit Restaurantbetreibern und Auszubildenden zusammengekommen, um über eine Rückkehr zur Normalität nach der Covid-19-Pandemie zu sprechen.
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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist auf einer Reise von einem Mann geohrfeigt worden. Die Polizei nahm zwei Personen fest.

Tätlicher Angriff auf Emmanuel Macron: Der französische Präsident ist bei einem Besuch in der südfranzösischen Gemeinde Tain-l'Hermitage, nahe der Stadt Valence, geohrfeigt worden. Das ist in Videos, die sich über Twitter verbreiten, zu sehen.

Macron begrüßte bei seiner Ankunft am Dienstagmorgen die wartende Menge und näherte sich einem jungen Mann, der hinter einer Absperrung stand. Der Mann hielt den Präsidenten am Arm fest und schlug ihm mit der rechten Hand ins Gesicht. Macron taumelte zurück und wurde von Sicherheitskräften geschützt. In den Videos ist der Ausruf "Nieder mit der Macronie" zu hören.

Politiker verurteilen Angriff auf Emmanuel Macron

Der Palast bestätigte einen Angriff auf den Präsidenten. Nach französischen Medienberichten nahm die Polizei in Folge des Vorfalls zwei Menschen wegen Gewalt gegen einen Amtsträger fest. Macron selbst hat sich zu der Attacke auf ihn noch nicht geäußert.

Dafür verurteilten zahlreiche Politiker aus Frankreich den Vorfall. Ministerpräsident Jean Castex sagte in der Nationalversammlung, ein Angriff auf das Staatsoberhaupt bedeute einen Angriff auf die Demokratie. Jean-Luc Mélenchon, Macrons Konkurrent bei der letzten Präsidentschaftswahl 2017 sowie auch bei den im Mai 2022 stattfindenden Wahlen, erklärte via Twitter: "Ich stehe solidarisch zu dem Präsidenten."

Zwei Festnahmen: Präsident Emmanuel Macron bei Besuch in Südfrankreich geohrfeigt

Auch die Rechtspopulistin Marine Le Pen bezeichnete die Ohrfeige als "unzulässig". "Ich bin die erste Gegnerin von Emmanuel Macron, aber er ist der Präsident. Wir müssen ihn politisch bekämpfen, aber wir dürfen nicht die geringste Gewalt gegen ihn zulassen", twitterte Le Pen.

Knapp ein Jahr vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich ist Macron seit einigen Tagen auf "Tour de France". Bei der Rundreise will der 43-Jährige den Franzosen nach eigenen Worten "den Puls fühlen", um seine Chancen für eine Wiederwahl auszuloten. Der Vorfall ereignete sich gut zehn Tage vor Beginn der französischen Regionalwahlen, die als wichtiger Stimmungstest gelten. Macron will seine Reise trotz des Zwischenfalls fortsetzen.

Quellen: BFMTV / Jean-Luc Mélenchon auf TwitterMarine Le Pen auf Twitter / AFP

epp

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