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News von heute Niederlande: Delta-Variante breitet sich rasant aus – Reproduktionszahl so hoch wie nie zuvor

Feiernde auf dem Chin Chin Festival in Amsterdam Anfang Juli
Feiernde auf dem Chin Chin Festival in Amsterdam Anfang Juli
© Robin Utrecht / Picture Alliance
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

18.07 Uhr: Neues Buch: Trump soll bei Wahlsieg Nato-Austritt angestrebt haben

Donald Trump soll einem neuen Buch zufolge vor den Wahlen im vergangenen Jahr angedeutet haben, dass er im Fall einer zweiten Amtszeit als US-Präsident einen Austritt der USA aus der Nato und ein Ende des Bündnisses mit Südkorea anstreben würde. Das schreiben die "Washington Post"-Reporter Carol Leonnig und Philip Rucker in ihrem Buch "I Alone Can Fix It: Donald J. Trump's Catastrophic Final Year" (in etwa: Nur ich kann es richten: Donald J. Trumps katastrophales letztes Jahr), von dem die Zeitung einen Auszug vorab veröffentlichte.

Bei Treffen mit US-Verteidigungsminister Mark Esper und anderen Top-Mitarbeitern hätten Berater Trump gewarnt, dass die von ihm in persönlichen Gesprächen erwogenen Schritte vor der Wahl am 3. November politisch gefährlich wären. "Ja, in der zweiten Amtszeit", wurde Trump in dem Vorabdruck zitiert. "Wir werden es in der zweiten Amtszeit tun." Der Republikaner Trump hatte die Wahl gegen den Demokraten Joe Biden verloren. Biden hat sich beim Nato-Gipfel im vergangenen Monat klar zu dem Bündnis bekannt.

17.41 Uhr: Hunderte Kollegen nehmen Abschied von verstorbenem georgischen Kameramann

Hunderte Journalistinnen und Journalisten haben in Georgien den nach einem Angriff gestorbenen Kameramann Alexander Laschkarawa geehrt. Die Menge vor Laschkarawas Haus brach in Applaus aus, als dessen Leichnam vor der Beerdigung in einem Sarg durch ein Spalier von Kollegen getragen wurde. Der 37-Jährige Mitarbeiter des TV-Senders Pirveli war knapp eine Woche vor seinem Tod von schwulenfeindlichen Demonstranten verprügelt worden. Anlass der schwulenfeindlichen Demonstration war eine letztlich abgesagte Pride-Parade für mehr LGTBQ-Rechte gewesen. Am Rande der Proteste wurden mehr als 50 Medienvertreter angegriffen.

17.20 Uhr: Lufthansa verzichtet an Bord auf Begrüßung "Damen und Herren"

Die Lufthansa verzichtet auf ihren Flügen künftig auf die Begrüßungsformel "Sehr geehrte Damen und Herren". Auch das englische "Ladies and Gentlemen" soll der Vergangenheit angehören. Stattdessen sollen die Crews ihre Gäste mit geschlechtsneutralen Formulierungen an Bord willkommen heißen, bestätigte eine Unternehmenssprecherin in Frankfurt. Die Regelung gilt für alle Airlines des Konzerns einschließlich der Gesellschaften Austrian, Swiss, Eurowings und Brussels Airlines. Zuerst hatte die "Bild-Zeitung" berichtet. 

17.05 Uhr: Gericht fordert Anerkennung auch für gleichgeschlechtliche Paare in Russland

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat Russland verurteilt, weil es keine offizielle Anerkennung für gleichgeschlechtliche Paare zugelassen hat. Russland verstieß damit gegen das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens der Europäischen Menschenrechtskonvention, wie das Straßburger Gericht mitteilte. Das Argument der russischen Regierung, das gesamtgesellschaftliche Interesse begründe sein Vorgehen, wiesen die Richterinnen und Richter zurück. Rechte von Minderheiten könnten nicht von der Akzeptanz der Mehrheit abhängen.

17.00 Uhr: Bundesregierung will Auflagen bei der Einreise vereinfachen

Die Bundesregierung will noch während der Urlaubssaison die Regeln für das Einreisen nach Deutschland vereinfachen. Nach AFP-Informationen werden möglicherweise alle Einreisenden verpflichtet, einen Genesenen- oder Impfnachweis vorzulegen oder sich testen zu lassen. Die Kategorie des einfachen Risikogebiets, in die vergangene Woche ganz Spanien eingestuft worden war, könnte künftig entfallen.

16.48 Uhr: Gefangene in Indien bewerfen Wächter mit Chili - und brechen aus

Sieben Insassen eines indischen Gefängnisses konnten ausbrechen, nachdem sie Wächter mit Chili und Salz beworfen haben. Die Wächter hätten ihnen eigentlich das Abendessen bringen wollen und seien durch die Gewürze in ihren Augen verletzt worden, sagte ein Polizeiinspektor laut "India Today" am Dienstag. Einem Wächter hätten sie das Handy geklaut. Die Gewürze hätten die Gefangenen vor ihrer Flucht am Sonntag in ihrer gemeinsamen Zelle verstaut gehabt, berichtete der Fernsehsender NDTV.

16.28 Uhr: Brasilien meldet niedrigsten Wert bei neuen Corona-Fällen seit Januar

Brasilien hat die niedrigste Zahl bei den täglichen Corona-Neuinfektionen seit mehr als einem halben Jahr registriert. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Montagabend (Ortszeit) 17 031 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden - zuletzt hatte es Anfang Januar mit 15 827 einen niedrigeren Tageswert gegeben. Auf dem Höhepunkt einer außer Kontrolle geratenen Corona-Pandemie hatte das südamerikanische Land im März mehr als 100 000 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

16.27 Uhr: Todeszahlen im Juni liegen etwas über dem Schnitt der Vorjahre

Im Juni sind in Deutschland laut einer Hochrechnung 76 462 Menschen gestorben. Das sind sieben Prozent oder 5309 Fälle mehr als im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020 für diesen Monat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Einen besonderen Anstieg verzeichneten die Statistiker in der Mitte des Monats - parallel zu einer Hitzewelle. So habe es in der 24. Kalenderwoche (14. bis 20. Juni) einen Anstieg von 17 Prozent gegeben. Zum Monatswechsel relativierten sich die Zahlen demnach dann aber wieder und lagen in etwa auf dem Niveau des Durchschnitts der Vorjahre. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle geht unterdessen weiter zurück. Ein Vergleich mit der Zahl der beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Corona-Sterbefälle ist aktuell bis einschließlich der 24. Kalenderwoche möglich. In dieser Woche gab es laut RKI 193 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus, 57 weniger als in der Vorwoche.

15.53 Uhr: Nachwuchs im Tierpark Chemnitz – Zwergzebu-Bulle zu sehen

Der Tierpark Chemnitz hat Nachwuchs: Die Herde der Kaukasus-Zwergzebus, eine seltene Rinderrasse aus Asien, ist gewachsen. Besucherinnen und Besucher können das Jungtier ab sofort sehen, wie der Tierpark Chemnitz am Dienstag mitteilte. Kuh Amira hatte den kleinen Bullen demnach schon Anfang Juni zur Welt gebracht. Mutter und Sohn verbrachten die erste Zeit nach der Geburt getrennt von den anderen Zebus. Mittlerweile sei der Kleine aber gut in der Herde integriert, hieß es.

15.48 Uhr: Reproduktionszahl des Corona-Virus in Niederlande so hoch wie nie zuvor

In den Niederlanden breitet sich das Coronavirus durch die Deltavariante rasant aus. Die Reproduktionszahl liegt derzeit bei 2,17, das ist der höchste Wert seit Ausbruch der Pandemie im März 2020, wie das zuständige Amt für Gesundheit und Umwelt RIVM am Dienstag dem Parlament in Den Haag mitteilte. Die Zahl bedeutet, dass rechnerisch 100 Infizierte 210 weitere Personen anstecken. Das RIVM schätzt, dass bereits 60 bis 65 Prozent aller Infektionen auf die Deltavariante zurückzuführen sind. Die Zahl der Neuinfektionen in 24 Stunden lag zuletzt bei rund 8000. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene bis 29 Jahre würden jetzt infiziert. Da sie aber weniger häufig schwer an Covid erkranken, steigt die Zahl der Patienten in Krankenhäusern noch nicht. 

15.04 Uhr: Busfahrer in Norditalien rettet 25 Kinder aus brennendem Fahrzeug

In Norditalien hat ein Fahrer Medienberichten zufolge 25 Kinder in Sicherheit gebracht, als sein Bus im Tunnel einer Schnellstraße in Brand geriet. Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten am Dienstagvormittag zu dem brennenden Fahrzeug auf der Straße zwischen Lecco am südlichen Ende des Comer Sees und der Ortschaft Lierna aus, wie die Vigili del Fuoco mitteilten. Auf Fotos war der vollständig ausgebrannte Bus zu sehen, umringt von Massen an Löschschaum. Die Retter brachten der Nachrichtenagentur Ansa zufolge sieben Kinder nach dem Unglück zur Untersuchung in eine Klinik.

14.47 Uhr: Kinderbuch-Redakteur verlässt nach Drohungen Ungarn

Der Redakteur des von homophoben Rechten angefeindeten Kinderbuchs "Märchenland für alle" verlässt wegen anhaltender Drohungen gegen seine Person seine Heimat Ungarn. Die Entscheidung sei schon früher gefallen, sagte der Literaturwissenschaftler und Übersetzer Boldizsar Nagy am Dienstag dem Nachrichtenportal "24.hu". Die Kampagne gegen sein Buch sowie das in der Vorwoche in Kraft getretene Gesetz zur Unterdrückung von Informationen über Homosexualität für Jugendliche hätten ihn darin bekräftigt, für sich und seinen Lebenspartner keine Zukunft in Ungarn zu sehen. In "Märchenland für alle" werden bekannte Märchen neu erzählt, indem die Heldenfiguren Minderheiten angehören. Darunter sind in tiefer Armut lebende Kinder, Kinder mit Behinderung, Opfer von häuslicher Gewalt, Homosexuelle und Transsexuelle. Die Autorinnen und Autoren wollen damit mehr Akzeptanz für benachteiligte Menschen schaffen.

14.19 Uhr: Wetterdienst warnt vor Starkregen

In vielen Regionen Deutschlands drohen in den nächsten Tagen Unwetter mit Starkregen. Bereits Dienstagnachmittag galten Unwetterwarnungen für Teile von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg. Wegen Starkregens sei dort mit der Überflutung von Kellern und Straßen, mit Hochwasser in Bächen und Flüssen, mit Erdrutschen und örtlich auch mit Blitzschäden zu rechnen, hieß es vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach.

14.01 Uhr: Erneut schwerer Brand in Krankenhaus im Irak – mehr als 80 Tote

Wieder sind bei einem Brand in der Corona-Station eines irakischen Krankenhaus Dutzende Menschen ums Leben gekommen, darunter offenbar erneut auch Covid-Patienten. Mindestens 80 Menschen starben im nächtlichen Brand, wie Ammar Baschar, Sprecher der lokalen Gesundheitsbehörde, am Dienstag dem irakischen Staatsfernsehen zufolge sagte. Die Staatsagentur INA berichtete zudem von 50 rund Verletzten. Das Feuer war am späten Montagabend in einer Isolationsstation für Covid-Patienten im Krankenhaus Imam al-Hussein in Nassirija im Südirak ausgebrochen. Die Stadt liegt dreieinhalb Autostunden südlich der Hauptstadt Bagdad. Baschar zufolge befanden sich zum Zeitpunkt des Feuers 63 Covid-Patienten auf der Station. Diese war nach Ausbruch der Corona-Pandemie gebaut worden, um auf 600 Quadratmetern bis zu 100 Patienten aufnehmen zu können.

13.45 Uhr: Einigung – Großer Zapfenstreich für Afghanistan-Einsatz vor Reichstag

Bundesregierung und Bundestag wollen den nach fast 20 Jahren beendeten Einsatz in Afghanistan mit einem Großen Zapfenstreich vor dem Reichstag würdigen. Eine entsprechende Einigung wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur nach mehrtägigen Gesprächen erzielt. Demnach soll es am 31. August im Bendler-Block, dem Sitz des Verteidigungsministeriums in Berlin, zunächst eine Kranzniederlegung, einen Appell und Gespräche von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Hinterbliebenen und Angehörigen geben. Danach ist der Zapfenstreich vor dem Reichstagsgebäude geplant.

13.29 Uhr: Oslo verbietet nächtliche Ausleihe von E-Scootern

In der norwegischen Hauptstadt Oslo kann man ab Anfang September zwischen 23.00 und 5.00 Uhr keine E-Scooter mehr ausleihen. Wie die norwegische Nachrichtenagentur NTB und der Rundfunksender NRK berichteten, hat der Stadtrat einen entsprechenden Entschluss getroffen.

Ärzte des Osloer Universitätskrankenhauses hatten zuvor berechnet, dass sich mit einem solchen Verbot Hunderte Verletzungen während des Sommers vermeiden ließen. Mehrere Ausleiher haben bereits von sich aus beschlossen, die Elektro-Tretroller am Wochenende nachts abzustellen oder eine Geschwindigkeitsbegrenzung in den dunklen Tageszeiten einzuführen.

13.25 Uhr: Berlin eröffnet erstes Drive-In-Impfzentrum bei Ikea

Auf einem Ikea-Parkplatz eröffnet am Samstag das erste Drive-In-Impfzentrum Berlins. Sowohl Autofahrer als auch Fußgänger können sich ohne Termin neben dem Einrichtungshaus im Stadtteil Lichtenberg gegen das Coronavirus impfen lassen, wie das Bezirksamt am Dienstag mitteilte. Die Aktion soll insgesamt sechs Wochen dauern. Geimpft werde montags bis samstags von jeweils 11.00 Uhr bis 21.00 Uhr.

Verimpft werden demnach die Impfstoffe der Hersteller Johnson & Johnson und Moderna. Eine freie Wahl des Wirkstoffs sei allerdings nicht "zu jeder Zeit garantiert". Berlinerinnen und Berliner können das Impfzentrum sowohl für ihre Erst- als auch ihre Zweitimpfung aufsuchen. Insgesamt sollen so in den kommenden sechs Wochen bis zu 2000 Dosen verabreicht werden

13.22 Uhr: Regierung schließt kostenpflichtige Tests für Ungeimpfte nicht aus

Die Bundesregierung schließt nicht aus, dass die bisher kostenlosen Corona-Tests in Deutschland für Ungeimpfte langfristig kostenpflichtig werden. Noch sei man in einer Phase des Überzeugens, in einer späteren Phase könne man darüber sicherlich nachdenken, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)  nach Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, in Berlin. "Für Deutschland sehe ich das jetzt noch nicht, aber ich will auch nicht ausschließen, dass man mal in diese Situation hineinkommt."

Merkel ergänzte, es gebe im Moment noch Gruppen, die nicht geimpft werden könnten, etwa Kinder oder Menschen, die vielleicht andere Gründe hätten, warum sie sich nicht impfen lassen könnten. Im Augenblick werbe man für Impfungen. Bei Maßnahmen, "die so eine indirekte Impfpflicht sind", müsse man gut überlegen. In den nächsten Wochen gehe es um das Werben, "und dann diskutieren wir weiter".

13.12 Uhr: Athen verordnet weitreichende Corona-Impflicht

Die griechische Regierung hat eine weitreichende Impflicht und neue Auflagen für den Freizeitbereich angekündigt. So müssen sich in den kommenden Wochen alle Beschäftigten im Pflege- und Gesundheitssektor verpflichtend impfen lassen - andernfalls werden sie ohne Gehalt von ihrer Arbeit freigestellt. Auch Touristen sind betroffen, denn in geschlossenen Räume von Kinos, Theatern und Gastro dürfen künftig nur noch Geimpfte Platz nehmen. Außerdem gilt bis mindestens Ende August landesweit ein Tanzverbot.

Man habe auf einen ruhigen Sommer gehofft, doch in den vergangenen zwei Wochen habe sich das Bild stark geändert, begründete Wirtschaftsminister Adonis Georgiadis die Maßnahmen. Die griechische Gesundheitsbehörde hatte nach einer Phase sehr niedriger Fallzahlen zuletzt täglich rund 2000 Neuinfektionen für die rund 11 Millionen Einwohner des Landes gemeldet. "Es darf nicht der Eindruck entstehen, Griechenland hätte die Kontrolle über die Pandemie verloren", sagte Georgiadis.

13.10 Uhr: Italiens Küstenwache rettet rund 100 in Seenot geratene Migranten

Die italienische Küstenwache hat bei einem nächtlichen Einsatz etwa 100 Migranten gerettet. Sie seien rund 40 Meilen vor der Küste der süditalienischen Region Kalabrien in Seenot geraten, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Demnach waren die Motoren ihres Bootes ausgefallen. Die Migranten, darunter eine schwangere Frau und mehrere Kinder, waren demnach mit einem alten Fischerboot unterwegs. Der Agentur Adnkronos zufolge setzten sie einen Notruf ab. Die Küstenwache brachte die geretteten Migranten in den Hafen von Roccella Ionica. Zu ihrer Nationalität wurden zunächst keine Angaben gemacht.

12.35 Uhr: Zahl der Corona-Toten in Russland auf neuem Rekordhoch

In Russland ist die Zahl der täglich verzeichneten Corona-Todesfälle auf ein erneutes Rekordhoch gestiegen. Wie die Behörden mitteilten, wurden binnen 24 Stunden 780 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Es ist bereits das sechste Mal seit Anfang Juli, dass in Russland eine neue Rekordzahl bei den Corona-Toten verzeichnet wurde. 

Manche Experten sagen jedoch, die offiziellen Angaben zu den Corona-Todesfällen seien zu niedrig - da beispielsweise nur solche Toten gezählt würden, bei denen sich das Coronavirus als primäre Todesursache nachweisen lasse. Derzeit breitet sich in Russland die hochansteckende Delta-Variante des Virus in rasantem Tempo aus. Am Dienstag wurden 24.702 neue Infektionsfälle erfasst.

12.13 Uhr: Schildkröte Schurli mit rund 130 Jahren im Wiener Zoo gestorben

Der Tiergarten Schönbrunn in Wien hat seinen ältesten Bewohner verloren. Die Seychellen-Riesenschildkröte namens Schurli starb im Alter von ungefähr 130 Jahren, wie der Zoo berichtete. "Viele Tiergartenbesucher kannten ihn quasi ewig", sagte der Zoologe Anton Weissenbacher. Schurli lebte seit 1953 im ehemaligen kaiserlichen Zoo. Bei der Fußball-EM 2016 wurde Schurli als Fußballorakel eingesetzt. Trotz seines hohen Alters nahm er vor einigen Jahren noch an einer Studie teil: Dabei konnte er sich auf Anhieb an eine Aufgabenstellung erinnern, die er neun Jahre zuvor erlernt hatte.

11.42 Uhr: Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in der EU komplett geimpft

In der EU sind mittlerweile mehr als die Hälfte aller Erwachsenen vollständig gegen Covid-19 geimpft. Das teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel mit. Zugleich ermunterte die Politikerin noch einmal alle Impfskeptiker, sich immunisieren zu lassen. Um sicher vor Virusvarianten zu sein und eine neue Infektionswelle zu vermeiden, sei es wichtig, sich impfen zu lassen, schrieb sie im Kurznachrichtendienst Twitter.

11.32 Uhr: Influencer Joe Laschet lobt Garderobe von Maas und Habeck

Mode-Influencer Johannes "Joe" Laschet, Sohn von CDU-Chef und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, hat die Garderobe von Außenminister Heiko Maas (SPD) und Grünen-Politiker Robert Habeck gelobt. Laschet, der bei Instagram knapp 96.000 Follower hat, sagte dem Mode-Magazin "Iconist" über Anzüge des 54-jährigen Außenministers: "Herr Maas macht das ganz gut und weiß, wie man kombiniert. Ich glaube nur, dass die Sakkos etwas zu viel Schulterpolster haben, eine weiche Schulter ist immer besser. Prinzipiell finde ich es gut, wenn sich ein Politiker etwas mehr traut."

11.28 Uhr: Kramp-Karrenbauer stellt Weltraumkommando in Dienst

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat ein Weltraumkommando der Bundeswehr in Dienst gestellt. Es soll den Schutz und die Überwachung von Satelliten übernehmen, gefährlichen Weltraumschrott beobachten und als Teil der militärischen Aufklärung Aktivitäten anderer Staaten analysieren. Das Kommando arbeitet am Standort des Zentrums Luftoperationen (ZLO) im nordrhein-westfälischen Uedem, das die Ministerin am Dienstag mit Journalisten besuchte.

11.27 Uhr: Franzosen buchen fast eine Million Impftermine nach Macron-Rede

Die Fernsehansprache von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zu einer Impfpflicht für das Gesundheitspersonal und Einschränkungen für nicht Immunisierte hat unmittelbare Wirkung gezeigt: Nach Macrons Rede am Montagabend buchten die Franzosen im Internet fast eine Million Corona-Impftermine, wie die Buchungsseite Doctolib am Dienstag mitteilte. Mehr als 22 Millionen Menschen verfolgten die Präsidenten-Ansprache im Fernsehen. Macron hatte damit fast doppelt so viele Zuschauer wie das Finale der Fußball-Europameisterschaft am Sonntag.

10.42 Uhr: Männer mit verbotenen Böllern im Auto erwischt

Die Bundespolizei hat in Oberfranken zwei Männer mit insgesamt 13 Kilogramm illegalen Feuerwerkskörpern im Auto geschnappt. Die 50 und 57 Jahre alten Männer hatten die gefährliche Pyrotechnik nach eigenen Angaben zuvor auf einem Asiamarkt in Tschechien gekauft, wie die Bundespolizei mitteilte. Nahe des Grenzübergangs Schirnding bei Wunsiedel fanden die Beamten am Montagmorgen unter anderem 21 Kugelbomben im Kofferraum und auf der Rückbank des Autos.

10.25 Uhr: Zahl neuer Corona-Fälle in Israel auf höchstem Stand seit März

Die Zahl der neuen Corona-Fälle ist in Israel auf den höchsten Stand seit Ende März geklettert. 730 neue Fälle seien binnen 24 Stunden gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Bei 1,3 Prozent der mehr als 55.000 Getesteten fiel das Ergebnis demnach positiv aus. Die Zahl der Schwerkranken blieb bei 45, es gab auch keine neuen Todesfälle.

Die meisten der neuen Fälle stehen nach offiziellen Angaben in Verbindung mit der Delta-Variante des Virus. Diese wurde zuerst in Indien entdeckt, und sie gilt als besonders ansteckend. Unter den Neuinfizierten in Israel sind viele jüngere Menschen und auch zweifach Geimpfte. Immungeschwächten Israelis wird inzwischen bereits eine dritte Impfdosis verabreicht. Von rund 80 Covid-Patienten in Krankenhäusern sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums weniger als die Hälfte nicht geimpft, von den 45 Schwerkranken 44 Prozent.

10.18 Uhr: Zahl der Todesopfer nach Krankenhausbrand im Irak steigt

Nach dem Brand in einem Krankenhaus im Südirak ist die Zahl der Todesopfer auf 64 gestiegen. Das sagte Ammar Baschar, Sprecher der lokalen Gesundheitsbehörde, laut einem Bericht des irakischen Staatsfernsehens. Medizinischen Kreisen zufolge wurden bei dem Unglück etwa 100 Menschen verletzt, einige von ihnen schwer. Örtliche Medien berichteten, dass bei der Gerichtsmedizin 60 Leichen eingetroffen seien, von denen die Hälfte noch nicht identifiziert sei. Viele Menschen seien auf dem Weg zu der Behörde, um nach Angehörigen zu suchen.

Das Feuer war am späten Montagabend in einer Isolationsstation für Covid-Patienten im Krankenhaus Imam al-Hussein in der Stadt Nassirija im Süden ausgebrochen. Baschar zufolge befanden sich zum Zeitpunkt des Feuers 63 Covid-Patienten in der Station. Diese war nach Ausbruch der Corona-Pandemie gebaut worden, um auf 600 Quadratmetern bis zu 100 Patienten aufnehmen zu können.

10.07 Uhr: Bewährungsstrafe für katholischen Bischof wegen Untreue

Ein Gericht hat über den katholischen Weihbischof Johannes Bündgens aus Aachen eine Bewährungsstrafe von neun Monaten wegen Untreue verhängt. Außerdem soll der 65-Jährige 5000 Euro Geldbuße zahlen. Einen entsprechenden Strafbefehl erließ am Dienstag das Amtsgericht Kerpen bei Köln. Bündgens hat zwei Wochen Zeit, dagegen Einspruch einzulegen. Sollte der Strafbefehl rechtskräftig werden, wäre der Bischof vorbestraft, erläuterte ein Gerichtssprecher.

Der Angeklagte erschien nicht selbst zu der Verhandlung. Sein Anwalt Christof Püschel legte ein ärztliches Attest vor. Nach der Verhandlung erklärte Püschel vor der Presse: "Ich gehe davon aus, dass wir gegen den soeben erlassenen Strafbefehl Einspruch einlegen werden. Gehen Sie bitte davon aus, dass mein Mandant unschuldig ist."

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Geistlichen vor, die Vollmacht einer vermögenden Witwe missbraucht und im Dezember 2017 und Januar 2018 knapp 128000 Euro auf sein Privatkonto überwiesen zu haben. Mit diesem Geld habe sich Bündgens eine Immobilie gekauft. Mittlerweile hat er die Summe zurückgezahlt. Die Witwe ist im vergangenen Jahr gestorben. Seit Bekanntwerden der Vorwürfe 2019 lässt Bündgens seine Ämter ruhen.

9.33 Uhr: Razzia gegen mutmaßliche Drogenhändler aus Rockermilieu in Köln

Mit einer Razzia ist die Polizei in Köln am Dienstag gegen mutmaßliche Drogenhändler aus dem Rockermilieu vorgegangen. Seit den frühen Morgenstunden wurden die Wohnungen von fünf Männern im Alter zwischen 24 und 32 Jahren durchsucht, wie die Beamten mitteilten. Hintergrund seien Ermittlungen gegen zwei voneinander unabhängig vorgehende Drogenbanden. In beiden Verfahren seien Mitglieder der Hells Angels involviert.

Die beiden Gruppen sollen mit Kokain gehandelt haben. Die Ermittlungen gegen die deutsch-türkischen Tatverdächtigen seien nach der Auswertung von Encrochat-Daten ins Rollen gekommen. Bei der Razzia waren auch Spezialeinheiten im Einsatz. Nach Polizeiangaben fanden die Durchsuchungen in den Kölner Stadtteilen Seeberg, Bilderstöckchen, Bocklemünd/Mengenich und Longerich statt.

9.23 Uhr: Seltener Sumatra-Elefant in Indonesien enthauptet

In der indonesischen Provinz Aceh ist ein seltener Sumatra-Elefant getötet und enthauptet worden. Der Rest des Kadavers sei am Sonntag in dem Dorf Jambo Reuhat im Osten der Region entdeckt worden, sagte Agus Arianto, der Chef der örtlichen Naturschutzagentur, am Dienstag. "Wir vermuten, dass er wegen seiner Stoßzähne getötet wurde", erklärte er.

Untersuchungen hätten ergeben, dass das etwa zwölfjährige Männchen vergiftet worden sei, bevor sein Kopf abgetrennt wurde. "Die Polizei ist mit dem Fall beschäftigt, und wir hoffen, dass die Täter bald gefunden werden", so Arianto. Der Sumatra-Elefant (Elephas maximus sumatranus) ist eine Unterart des Asiatischen Elefanten. Er ist nur auf der Insel Sumatra beheimatet und wird auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als vom Aussterben bedroht eingestuft. Weil der Lebensraum der Tiere immer weiter schwindet, gibt es Schätzungen zufolge heute weniger als 3000 Exemplare in freier Wildbahn.

8.53 Uhr: Ifo-Umfrage: Nach wie vor große Existenzangst in mehreren Branchen

Trotz der wirtschaftlichen Erholung sind die Folgen der Corona-Krise für Veranstalter, Tourismus und Gastgewerbe längst nicht überwunden: In der Veranstaltungsbranche fürchteten im Juni nach wie vor 70 Prozent der Betriebe um ihre Existenz, bei den Reisebüros waren es mit 68 Prozent kaum weniger, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag berichtete. Angst vor der Pleite dominiert auch im Gastgewerbe: Jeweils mehr als die Hälfte der Gastwirte und Hoteliers fürchten demnach, den Betrieb aufgeben zu müssen. Bei der letzten Unternehmensumfrage zu diesem Thema im Februar waren die Werte allerdings noch erheblich höher gewesen.

8.45 Uhr: Demokraten wollen Wahlrechtsreform in Texas sabotieren

Der Streit um eine Wahlrechtsreform im US-Bundesstaat Texas ist weiter eskaliert. Regionalabgeordnete der Demokratischen Partei starteten am Montag (Ortszeit) eine neue Boykottaktion, um eine Verabschiedung der Reform durch das texanische Parlament zu verhindern: Sie reisten in die Hauptstadt Washington. Durch die Reise wollten die Parlamentarier verhindern, dass die für die Sitzung des Regionalkongresses erforderliche Mindestzahl von anwesenden Parlamentsmitgliedern zustande kommt.

Die Demokraten sehen in der Wahlrechtsreform einen Versuch der Republikaner, Afroamerikanern und anderen nicht-weißen Minderheiten die Teilnahme an Wahlen zu erschweren. Diese gesellschaftlichen Gruppen wählen tendenziell eher die Demokraten als die Republikaner.

8.26 Uhr: Lehrerverband fordert Vorbereitung auf "erneute Phase des Wechselunterrichts"

Der Deutsche Lehrerverband hat Bund und Länder aufgefordert, sich auf eine erneute Phase des Wechselunterrichts an den Schulen im Herbst vorzubereiten. "Das Szenario eins, von dem wir alle hoffen, dass es Wirklichkeit wird, heißt vollständiger Präsenzunterricht mit einer Sicherheitsphase von mehreren Wochen, wo weiterhin erhöhte Gesundheitsschutzmaßnahmen gelten", sagte Verbandspräsident Hans-Peter Meidinger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Zur Wahrheit gehört aber auch dazu, dass das nicht ausreichen wird, um die vierte Welle zu verhindern."

Meidinger verwies darauf, dass sich das Coronavirus "auch außerhalb der Schulen durch Kontakte ungeimpfter Jugendlicher untereinander verbreiten wird". Deshalb dürfe auch eine "erneute Phase des Wechselunterrichts" bei der Vorbereitung auf das nächste Schuljahr nicht ausgeblendet werden. "Unserer Ansicht nach sollten dafür alle Schulen, die noch über kein schnelles Internet verfügen, in den Ferienmonaten damit ausgestattet werden", forderte der Verbandspräsident.

7.52 Uhr: 34 Tote bei Busunglück in Bolivien

Bei einem Busunglück in Bolivien sind am Montag (Ortszeit) 34 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Polizei des südöstlichen Bezirks Chuquisaca mitteilte, wurden zehn weitere Menschen verletzt. Zuvor hatten die Behörden die Zahl der Toten noch mit 24 angegeben. Während der zwölfstündigen Bergungsarbeiten wurden jedoch weitere Opfer geborgen. 

Der Bus war den Angaben zufolge von der Ortschaft Potolo in die gut 50 Kilometer entfernte Bezirkshauptstadt Sucre unterwegs, als er von der Straße abkam und eine Klippe hinunterstürzte. Bilder in den Onlinenetzwerken zeigten den völlig zerstörten Bus am Fuß einer Klippe. Der Regionalchef der Verkehrspolizei, José Luis Assaf, sagte, das Fahrzeug sei mehr als 150 Meter tief gefallen. Die Polizei leitete Ermittlungen zur Unfallursache ein. 

7.16 Uhr: Maas wirbt für stärkere internationale Zusammenarbeit in Corona-Pandemie

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie für eine stärkere internationale Zusammenarbeit ausgesprochen. "Wir müssen jede Chance nutzen, die sich bietet, um die Pandemie einzudämmen", erklärte er vor seiner Abreise in die USA am Dienstag. "Das bedeutet in der Praxis, dass wir als Staaten effizient miteinander zusammenarbeiten müssen, kontinuierlich Lieferketten verbessern und größere Produktionskapazitäten aufbauen, die es uns erlauben, weltweit noch mehr hochwertigen Impfstoff herzustellen."

Ohne weltweite Solidarität bei der Impfstoffverteilung werde Delta "nicht die letzte Variante gewesen sein, die wir besiegen müssen", warnte er. Maas wurde am Dienstag in der Industriestadt Detroit im Bundesstaat Michigan erwartet, wo er laut einer Außenamtssprecherin die Produktionsstätte eines großen Impfstoffherstellers besucht.

6.46 Uhr: Acht Tote durch Hoteleinsturz in China – neun Vermisste

Nach dem Einsturz eines Hotelgebäudes im Osten Chinas sind acht Tote geborgen worden. Neun weitere werden noch in den Trümmern vermisst, berichtete die Stadtregierung von Suzhou in der Provinz Jiangsu am Dienstag. Das Unglück passierte am Montagnachmittag, als ein Nebengebäude des Siji Kaiyuan Hotels im Wujiang Distrikt der Stadt westlich der Hafenmetropole Shanghai plötzlich einstürzte.

Insgesamt seien bisher 14 Personen gerettet worden. 13 seien verletzt, berichtete die Stadtregierung. Eine groß angelegte Rettungs- und Bergungsaktion sei angelaufen. Suchhunde und Teams mit Erdbebenspezialisten seien im Einsatz. Warum das Hotel in sich zusammenbrach, war zunächst unklar. Ermittlungen zur Ursache laufen. Die Provinzbehörden riefen zu Sicherheitsinspektionen auf, um ähnliche Vorkommnisse anderswo zu verhindern.

6.30 Uhr: CSU fordert Verdoppelung der Arbeitnehmer-Sparzulage

Die CSU fordert nach der Bundestagswahl eine Verdoppelung der Arbeitnehmersparzulage. "Wer für morgen vorsorgen will, braucht heute unsere Unterstützung. Deshalb wollen wir ein Sparer-Stärkungs-Paket", sagte Landesgruppenchef Alexander Dobrindt der Deutschen Presse-Agentur in München. Dies sei nötig, damit künftig deutlich mehr Menschen von der Arbeitnehmersparzulage profitieren könnten.

Konkret heißt es im CSU-Positionspapier, welches bei der Klausur der Landesgruppe im oberbayerischen Kloster Seeon in dieser Woche beschlossen werden soll: "Wer als Sparer für die Zukunft vorsorgt, verdient heute Unterstützung. Deshalb wollen wir die Grenzwerte sowie die maximalen Fördersummen für die Arbeitnehmersparzulage verdoppeln." Die aktuellen Grenzen für Bausparverträge (17.900 Euro) und Aktiensparpläne (20.000 Euro) "wollen wir einheitlich auf 40.000 Euro aufstocken".

6.25 Uhr: Dutzende Festnahmen nach Protesten in Kuba – Internet blockiert

Im Zusammenhang mit den ersten Massenprotesten gegen die Regierung in Kuba seit Jahrzehnten sind nach Angaben von Amnesty International mindestens 115 Menschen dort willkürlich festgenommen worden. Darunter waren prominente Dissidenten sowie auch Journalisten, wie die Amerika-Direktorin der Menschenrechtsorganisation, Erika Guevara-Rosas, am Montag auf Twitter schrieb. Berichten zufolge herrschte am Montag eine hohe Präsenz der Sicherheitskräfte. Es kursierten Videos, die neue, kleinere Proteste zeigen sollten. Da aber der Internetzugang in Kuba eingeschränkt wurde, drangen wenige Informationen nach außen.

Am Sonntag hatten Tausende Menschen in zahlreichen Städten des autoritär regierten Karibikstaates gegen Mangelwirtschaft und Unterdrückung demonstriert. Sie riefen unter anderem "Patria y Vida" (Vaterland und Leben) - den Titel eines im Februar veröffentlichten Protest-Lieds. Dieser ist eine Anspielung auf einen viel zitierten Ausspruch Fidel Castros: "Patria o Muerte" (Vaterland oder Tod).

Während zwei Polizisten versuchen, einen jungen Mann mit Cap auf die Rückbank eines Polizeiautos zu drängen, ruft der etwas

5.34 Uhr: Hunde-Urin ließ Ampelmast in Japan umstürzen

Hunde haben in Japan mutmaßlich mit ihrer Notdurft einen Ampelmast zu Fall gebracht. Eine Untersuchung des am Fuß abgebrochenen Eisenmastes durch Spezialisten der Polizei habe eine 40 Mal höhere Menge an Hunde-Urin zu Tage gebracht als bei anderen Masten, wie der japanische Fernsehsender NHK am Dienstag aus der Stadt Suzuka in der Präfektur Mie berichtete. Daher vermuten die Experten, dass der Ampelmast an einer Kreuzung Opfer von Korrosion durch die Notdurft der Verbeiner wurde. Daneben verlaufe ein Pfad, auf dem Hundebesitzer ihre Lieblinge Gassi führen. Der Pfeiler habe eigentlich eine Lebensdauer von rund 50 Jahren, fiel aber schon nach 23 Jahren um, hieß es. Verletzt wurde durch den Maststurz niemand.

5.06 Uhr: Dutzende Tote bei Krankenhaus-Brand im Irak

Bei einem verheerenden Großbrand auf einer Corona-Station in einem Krankenhaus der südirakischen Stadt Nasiriyya sind 52 Menschen ums Leben gekommen. Die Suche nach möglichen weiteren Opfern dauere an, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörden, Haidar al-Samili, der Nachrichtenagentur AFP. 22 weitere Menschen wurden demnach verletzt. Aus Krankenhauskreisen erfuhr die AFP, dass das Feuer durch die Explosion von Sauerstoffflaschen ausgelöst wurde.

Die Menschen seien an schweren Verbrennungen gestorben, sagte der Sprecher, der die Gesamtzahl der Betten auf der Corona-Station zunächst mit 60 angab und später auf 70 korrigierte. 16 Patienten hätten aus der brennenden Station gerettet werden können. Zunächst war von 41 Todesopfern und fünf Verletzten die Rede gewesen.

5 Uhr: Umfrage: Knappe Mehrheit will weiter digital arbeiten

Etwas mehr als die Hälfte der Bundesbürger will laut einer Forsa-Umfrage weiter digital arbeiten. Von den Befragten ab 18 Jahren gaben 51 Prozent an, dass sie auch nach dem Ende der Corona-Pandemie Homeoffice und Videokonferenzen nutzen werden, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung der Initiative "Deutschland - Land der Ideen", die die Umfrage gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)in Auftrag gegeben hatte. Unter den 30- bis 44-Jährigen seien sogar 71 Prozent dieser Ansicht.

Anlass der Befragung war die Verleihung des diesjährigen Mobilitätspreises. Ein Fünftel der von Forsa Befragten will sich sogar im Privaten weiter digital mit Freunden treffen.

4.13 Uhr: Erneuter Anstieg: Inzidenz bei 6,5 - 646 Corona-Neuinfektionen

Seit einer Woche steigt die 7-Tage-Inzidenz jeden Tag an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts von Dienstagmorgen lag sie bei 6,5. Genau eine Woche zuvor betrug der Wert von Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen 4,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 646 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.06 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte das RKI 440 Ansteckungen gemeldet.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 26 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 31 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 737 135 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

4.03 Uhr: Verkehrsminister Scheuer warnt vor zu strengen Regeln für Autoindustrie

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat die EU-Kommission vor zu strengen Vorgaben für die Autoindustrie gewarnt. Scheuer sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: "Ich glaube, dass sich alle Automobil- und Lkw-Hersteller bewusst sind, dass es zu strengeren Vorgaben kommt. Aber sie müssen technisch machbar sein. Und wenn man halt alle halbe Jahre die Vorgaben verändert, dann wird es mit der Planungssicherheit auch schwierig."

Die EU-Kommission stellt am Mittwoch ein Maßnahmenpaket vor, mit dem die Europäische Union ihr hochgeschraubtes Klimaziel für 2030 erreichen soll. Die Treibhausgasemissionen sollen bis 2030 im Vergleich zu 1990 um 55 Prozent sinken, zuvor hatte das Ziel bei 40 Prozent gelegen. Das Maßnahmenpaket wird deswegen "Fit for 55" genannt.

0.05 Uhr: Krankenhausgesellschaft: Begriff der "vierten Welle" problematisch

Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, sieht im Kampf gegen das Coronavirus den Begriff der "vierten Welle" kritisch. "Das sorgt bei den Bürgern nur für die Angst, dass mit steigenden Fallzahlen die Intensivstationen wieder mit Covid-Patienten volllaufen - dank der Impfung wird das aber nicht der Fall sein", sagte Gaß der "Bild". Mit Blick auf den Herbst sagte er: "Wir erwarten bei gleicher Inzidenz viel weniger Corona-Patienten in den Kliniken."

Beim Impfen sieht Gaß eine Eigenverantwortung: "Wenn alle Impf-Willigen die Möglichkeit zur Impfung hatten, muss jeder wieder sein persönliches Risiko tragen. Unter denen, die sich nicht impfen lassen und auch nicht an Schutzmaßnahmen halten wollen, wird es sicher schwere Covid-Erkrankungen geben. Das gehört dann aber in das persönliche Risiko eines jeden Einzelnen wie etwa beim Rauchen", so Gaß.

0.04 Uhr: US-Behörde warnt vor erhöhtem Risiko von Nervenerkrankung bei J&J-Corona-Impfung

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat vor einem "erhöhten Risiko" einer seltenen Nervenerkrankung bei einer Impfung mit dem Corona-Vakzin des Pharmakonzerns Johnson & Johnson gewarnt. Die FDA aktualisierte am Montag ihren Warnhinweis, nachdem dutzende Fälle des sogenannten Guillain-Barré-Syndroms gemeldet worden waren.

Nach Angaben aus informierten Kreisen gibt es 100 vorläufige Berichte über ein Auftreten der neurologischen Krankheit mit Lähmungserscheinungen - bei rund 12,5 Millionen verabreichten J&J-Impfdosen. In 95 Fällen mussten die Patienten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ein Mensch starb. Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine entzündliche neurologische Erkrankung, die zu Muskelschwäche bis hin zu Lähmungen führt. Die meisten Patienten erholen sich wieder. Auch bei einigen Grippe-Impfungen wurde ein Auftreten des Syndroms beobachtet.

tis DPA AFP

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