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Proteste in Georgien Nach Tod eines Kameramannes: Journalisten und Opposition versuchen Parlament zu stürmen

Sehen Sie im Video: Nach Tod eines Kameramannes – Journalisten und Opposition in Georgien wollen Parlament stürmen.




Im georgischen Parlament kam es am Montag zu aufgebrachten Szenen. Journalisten und Oppositionspolitiker versuchten in das Unterhaus in Tiflis einzudringen - Auslöser ihres Protests war der Tod des Journalisten Alexander Lashkarava. Er war einer von mehreren Journalisten, die von Gegnern der LGBTQI-Bewegung angegriffen wurden. Sie hatten ein Büro der LGBTQI-Community angegriffen, woraufhin die für den 5. Juli geplante Pride-Parade abgesagt wurde. Der Journalist Lashkarava wurde bei dem Angriff verletzt und kurze Zeit später tot in seiner Wohnung aufgefunden. Am vergangenen Sonntag wurde eine strafrechtliche Untersuchung zu seiner Todesursache eingeleitet. Aus Sicht der Opposition wurde die Gewalt von der Regierung orchestriert und zugelassen, weshalb sie einen Rücktritt von Premierminister Irakli Garibashvili fordert. Der ehemalige Präsident Giorgi Margvelashvili sagte: "Wir haben eine ganz klare Botschaft: Die Regierung, die Progrome von radikalen Gruppen organisiert hat, die sich gezielt gegen Journalisten richten, muss zurücktreten. Mehrere Menschen sind dadurch zu Schaden gekommen, und jetzt gab es sogar einen Toten." Ein Moderator des Fernsehsenders Rustavi TV sagte: "Die Regierung hat darin versagt, unsere Hoffnung auf Stabilität und Würde, menschliche Würde, zu erfüllen. Sie sind nicht gegen die Gewalt von Horden von Menschen vorgegangen, die die Verfassung und politische Freiheit der Menschen verletzt haben. Der Premierminister muss sofort zurücktreten und Wahlen müssen vorgezogen werden." Nach dem Gewaltausbruch im Zusammenhang mit der LGTBQI-Parade äußerten sich auch mehrere westliche Länder und forderten die georgische Regierung auf, die Meinungs- und Versammlungsfreiheit im Land zu gewährleisten.
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Im georgischen Parlament kam es zu aufgebrachten Szenen. Die Opposition gibt der Regierung die Schuld an gewalttätigen Übergriffen gegen Journalisten und die LGBTQI-Community.

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