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Was macht eigentlich...: Werner Wallert

Der Göttinger Lehrer wurde im April 2000 mit Frau Renate und Sohn Marc während eines Malaysia-Urlaubs von islamistischen Rebellen entführt und Monate gefangen gehalten

Zur Person:

Seit dem Jahre 1970 unterrichtet Werner Wallert Erdkunde und Englisch an einem Göttinger Gymnasium. Er ist Autor und Herausgeber von Geografie-Schulbüchern sowie seit 1996 Fachberater für Geografie bei der Bezirksregierung Braunschweig. Am Ostersonntag 2000 waren die Familie Wallert und 18 weitere Geiseln von islamistischen Rebellen verschleppt worden. Mitte Juli wurde Renate Wallert freigelassen, ihr Sohn Marc am 9. September als letzte Geisel der Gruppe. Libyen hatte geschätzte 21 Millionen Dollar Lösegeld bezahlt

Herr Wallert, beschäftigt Sie das Schicksal der in Algerien verschleppten Touristen?

Natürlich. Wir beten täglich für sie.

Ein schwacher Trost?

Das glaube ich nicht. Ich bin sicher, dass das unblutige Ende unserer eigenen Geiselhaft auch den Gebeten unzähliger Unbekannter zu verdanken war. Das hat uns sehr geholfen.

Bei Ihrer Entführung fieberte auch die ganze Nation mit. Dagegen interessiert sich für die Algerien-Geiseln vergleichsweise niemand.

Und das kann sehr gefährlich für sie sein. Unsere Geiselnehmer wollten die Öffentlichkeit, um als politische Bewegung anerkannt zu werden. Dadurch entstand großer Druck auf die Regierungen, sich um ein unblutiges Ende zu bemühen. Wir hatten Gesichter, die Menschen konnten sich mit uns identifizieren.

Ist Ihre Bekanntheit inzwischen abgeklungen?

Ja, und darüber sind wir alles andere als unglücklich. Manchmal werden wir noch erkannt, aber das wird weniger. Für die direkte Umgebung war unsere "Kurzzeit-Prominenz" sowieso nie ein Thema. In meiner Schule habe ich beispielsweise nur ein einziges Mal einen Vortrag über unsere Zeit auf Jolo gehalten.

Aber Sie selbst beschäftigt die Geiselhaft doch sicher noch.

Es vergeht kein Tag, ohne dass wir uns in irgendeiner Form an die Zeit erinnern. Aber das sind meist nur sehr kurze Momente. Heute Mittag haben wir uns beispielsweise Fertignudeln gemacht. Die waren kein besonderer Genuss. Bis wir uns klar gemacht haben, was wir gegeben hätten, hätten wir sie auf Jolo gehabt.

Träumen Sie noch von der Haft?

Das habe ich nie. Ich hatte noch nicht mal während der Haft Albträume. Für meine Frau war die Bewältigung schwieriger.

Als sie freigelassen wurde, regnete es hämische Artikel.

Wir haben uns damals schnell klar gemacht, dass solche Artikel mehr über ihre Verfasser als über das Objekt der Berichterstattung verraten. Mehr muss man dazu nicht sagen.

Empfanden Sie das geballte Medieninteresse als Belastung?

Nur in Einzelfällen. Das lag auch daran, dass die meiste Berichterstattung während unserer Haftzeit stattfand. Ich habe bis heute noch nicht alles ansehen können. Nach unserer Rückkehr wurde es zwar ruhiger, aber einiges war dennoch heftig. So wurde meine Frau, die sich vier Wochen lang an einem geheimen Ort von den Strapazen erholen wollte, quasi steckbrieflich gesucht. In Göttingen kursierten Handzettel einiger Journalisten: "Wer kennt den Aufenthaltsort von Renate Wallert? Belohnung 1000 Mark."

Zu Tauchurlauben in die Dritte Welt wollen Sie trotz allem weiterhin fahren?

Aber selbstverständlich. Das ist doch unser Hobby. Außerdem ist der Tourismus eine echte Chance für viele Entwicklungsländer. Gefahren können sie nirgendwo völlig ausschließen. Sie hören doch auch nicht auf, mit dem Bus zu fahren, nur weil in Bremen mal einer entführt wurde.

Klingt ziemlich unbekümmert.

Keineswegs. Man muss die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes beachten. Auf Sipadan, wo wir entführt wurden, gibt es eine lange Tradition des Tourismus. Da ist 25 Jahre nichts passiert. Wieso hätten wir da nicht hinfahren sollen?

Gibt es rückblickend etwas, dass sich grundlegend für Sie verändert hat?

Ich esse keine Sardinen mehr. Die waren - zusammen mit Reis - wochenlang unser einziges Nahrungsmittel. 300 Gramm für elf Geiseln.

Interview: Christoph Wirtz

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?