Wegen Drogenhandels verurteilt Sohn von Michael Douglas muss in den Knast


Ein Gericht in New York hat den Sohn von Hollywood-Star Michael Douglas zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der Richter sah es als erwiesen an, dass Cameron Douglas mit Drogen gehandelt hatte - ließ beim Strafmaß aber dennoch Gnade walten.

Wegen Drogenhandels hat ein New Yorker Gericht den Sohn von Hollywoodstar Michael Douglas zu fünf Jahren Haft verurteilt. Nach Ende seiner Strafe bleibe Cameron Douglas für weitere fünf Jahre unter Aufsicht, teilte ein Gerichtssprecher mit. Nach seinen Angaben verzichtete Richter Richard Berman aufgrund einer Reihe schriftlicher Gnadengesuche auf eine härtere Strafe. Die Zuschauerbänke waren laut dem Sprecher während des Urteilsspruchs bis auf den letzten Platz besetzt - zu den Zuhörern zählte demnach auch Michael Douglas.

Der 65-jährige Hollywoodstar hatte zuvor in einem Schreiben an das Gericht um Milde gebeten. "Ich weiß, welchem Druck man ausgesetzt ist, seine eigene Identität zu finden, wenn man einen berühmten Vater hat", schrieb Michael Douglas. Nach seinen Angaben wäre eine Entziehungskur für seinen Sohn besser als eine Haftstrafe. "Er ist ein Erwachsener und für seine Handlungen verantwortlich. Aber wir wissen, wie sich Gene, Familie und der Druck von Gleichaltrigen auf den Missbrauch von Suchtmitteln auswirken", so Michael Douglas weiter. Er selbst ist der Sohn von Hollywood-Legende Kirk Douglas und kämpfte jahrelang gegen Alkoholprobleme, bis er sich Anfang der Neunziger behandeln ließ. Michael Douglas' Halbbruder, Schauspieler und Komiker Eric Douglas, starb 2004 an einer Überdosis Alkohol und Tabletten.

Auch Familienoberhaupt Kirk Douglas hatte sich mit einem Brief an Richter Berman für seinen Enkel eingesetzt: Er würde so gerne noch vor seinem Tod Cameron Douglas als erfolgreichen Schauspieler erleben, schrieb der 93-Jährige.

Cameron Douglas war im vergangenen August in einem New Yorker Hotel festgenommen worden. Er gab zu, mit größeren Mengen der Synthetikdroge Methamphetamin gehandelt zu haben. Dem 31-Jährigen drohte eine Höchststrafe von zehn Jahren. Wegen Drogenvergehens war er bereits 1999 und 2007 inhaftiert.

AFP/DPA DPA

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