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Interview in Podcast Will Smith sagt, er habe noch nie "einen schlauen Rassisten getroffen"

Will Smith
Will Smith moderiert die Miniserie "Amend: The Fight For America" auf Netflix
© Phil Mccarten/Invision/AP / DPA
Schauspieler Will Smith hat in einem Podcast über seine Erfahrungen mit Rassismus gesprochen. Er sei einige Male mit dem "N-Wort" beleidigt worden. Auch in seiner neuen Netflix-Serie geht es um das Thema.

Will Smith hat es schon als junger Mann in den USA zu Bekanntheit gebracht. Erst machte er sich als Rapper The Fresh Prince einen Namen, später dann als Schauspieler in der Serie "Der Prinz von Bel Air" und mit Filmen wie "Men in Black". Das bedeutet aber nicht, dass Smith als schwarzer US-Amerikaner keine Erfahrungen mit Rassismus hat machen müssen.

In dem Podcast "Pod Save America" sprach der 52-Jährige über solche Erlebnisse. "Fünf oder sechs Mal" in seinem Leben hätten ihn Menschen mit dem "N-Wort" beschimpft, erzählte Smith. Das konnte ihn jedoch nicht beeindrucken. Er habe noch nie "einen schlauen Rassisten" getroffen, so der Hollywood-Star: "Ich bin damit aufgewachsen, dass Rassisten dumm und leicht zu umgehen sind. Ich musste einfach schlauer sein. Auch wenn sie gefährlich sind, habe ich noch nie einem Rassisten in die Augen geschaut und darin etwas erkannt, was ich als intelligent ansehen würde."

Will Smith machte Erfahrung mit Rassismus in seiner Kindheit

Vor allem im Verlauf seiner Schauspielkarriere wurde Smith bewusst, wie stark die Gesellschaft von strukturellem Rassismus durchdrungen ist. Und so sieht er das Problem weniger in den Menschen selbst als im System. Die meisten Rassisten seien nicht böse, sondern unwissend und ungebildet. Er plädierte für mehr Bildung und Verständnis füreinander. Das könnte "einige der gefährlichsten und schwierigsten Aspekte von Rassismus abmildern".

Im vergangenen Jahr hatte Smith in einem Podcast bereits darüber gesprochen, wie ihn Polizisten in seiner Heimat Philadelphia als Kind rassistisch behandelt hatten. Menschen, die nicht damit aufgewachsen seien, könnten dieses Problem nie komplett erfassen, sagte er damals: "Du kannst einfach nicht verstehen, wie es ist, wenn man sich fühlt, als würde man in einem besetzten Gebiet leben."

Interview in Podcast: Will Smith sagt, er habe noch nie "einen schlauen Rassisten getroffen"

Netflix-Serie "Amend" führt durch die Geschichte der Schwarzen

Auch Smiths neuestes Projekt beschäftigt sich mit dem Miteinander von Menschen verschiedener Kulturen und Hautfarben in den USA. Seit Anfang Februar ist die Miniserie "Amend: The Fight For America" auf Netflix zu sehen. Smith führt darin als Moderator durch die Geschichte der Schwarzen in den Vereinigten Staaten – von der Sklaverei bis zur Black-Lives-Matter-Bewegung.

Auf dem Bildschirm ist Smith also bereits politisch aktiv, und auch ein Engagement in politischen Ämtern will der Schauspieler zumindest nicht ausschließen. Er würde diese Option "in Erwägung ziehen", sagte Smith.

Quelle: "Pod Save America" / Podcast "On 1 with Angela Rye" / Netflix

epp

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