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Biografie "Merci, Udo!": Wolfgang Joop lästert über toten Udo Jürgens

"Furchtbar", "entsetzlich", "kaltschnäuzig": So äußert sich Modemacher Wolfgang Joop in einem Buch über den verstorbenen Musiker Udo Jürgens. Joops böse Kritik entsetzt die Fans des Entertainers.

"Ich finde die Heiligsprechung dieses Mannes ziemlich ruckartig", sagt Wolfgang Joop über den verstorbenen Udo Jürgens (l.)

"Ich finde die Heiligsprechung dieses Mannes ziemlich ruckartig", sagt Wolfgang Joop über den verstorbenen Udo Jürgens (l.)

Modemacher Wofgang Joop ist bekannt dafür, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt. Er lästerte bereits über Model Heidi Klum, mit der er heute gemeinsam die Castingshow "Germany's Next Topmodel" moderiert. Auch Herzogin Catherine ("aufgemotzte Stewardess") und Schauspielerin Megan Fox bekamen bereits ihr Fett weg.

Nun trifft Joops Häme den im Dezember verstorbenen Musiker Udo Jürgens. "Mich hat seine Musik überhaupt nie berührt", sagte der 70-Jährige im Gespräch mit "Bunte"-Reporter Paul Sahner. Der Journalist und enge Freund Jürgens bringt nur vier Wochen nach dem Tod des Entertainers eine erste Biografie auf den Markt. "Merci, Udo!" lautet der Titel des Werks, in dem neben Joop auch andere Prominente zu Wort kommen. Doch so bissig wie der Designer äußert sich keiner über Jürgens. "Diese Bürgerthemen 'Griechischer Wein' und all diese seltsamen Lieder, auch 'Bitte mit Sahne', das sind ja alles Themen, die mir am Arsch vorbeigingen. Als ich das erste Mal sein 'Merci Chérie' hörte, dachte ich, ach, das ist ja furchtbar!"

Dass Jürgens nach seinem Tod wie ein Heiliger verehrt werde, kann Joop nicht verstehen. "Diese Altfrauenemotionalität, wenn er als Womanizer mit gefärbtem Haar an seinem Acryl-Klavier saß, entsetzlich." Und weiter: "Ich habe einen Film über sein Leben gesehen. Der Film zeigte, dass er, als er seine erste Liebe hatte, sich überhaupt nicht in eine emotionale Gedankenwelt begeben wollte. Sie wollte Nähe und Treue, er lehnte das kaltschnäuzig ab. Und so einer knackt Millionen Frauenherzen, dachte ich, und konnte das nicht nachvollziehen."

Irritierenderweise trägt das Kapitel, in dem Joop gegen Jürgens wettert, den Titel "Achtzig Gründe, warum wir Udo lieben". Diese Wortwahl ist an einen Artikel in der Zeitung "Welt am Sonntag" angelehnt, die zu Jürgens Geburtstag im September "80 Gründe, warum wir ihn lieben" veröffentlichte.

Gern hätte der stern mit Wolfgang Joop über seine Meinung zu Udo Jürgens gesprochen. Doch der 70-Jährige war telefonisch nicht zu erreichen.

jum