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Zugriff nach Instagram-Foto: Wie Rihanna aus Versehen einen Lori rettete

Instagram-Post mit Folgen: Popstar Rihanna hat sich auf Phuket mit einem Affenbaby fotografieren lassen. Weil das Tier vom Aussterben bedroht ist, müssen die Besitzer jetzt vor Gericht.

Von Jens Wiesner

Man sagt, der Weg zur Hölle sei mit guten Vorsätzen gepflastert. Doch manchmal läuft es auch andersherum. Nehmen wir Rihanna. Eigentlich wollte die Popsängerin nur ein lustiges Foto von Thailands Urlaubsinsel Phuket posten. Äffchen auf der Schulter und so. "Schaut mal, wer mir was Schmutziges ins Ohr flüstert!", witzelte die Sängerin am Freitag auf ihrer Instagram-Seite. Doch der Zwerglori, der so putzig von ihrer Schulter glotzt, steht unter Artenschutz. Kommerzielle Fotos mit den Tieren anzubieten ist strengstens verboten in Thailand. Theoretisch.

Und weil sich eine Kombination aus Promi-Selfie und Tierbaby-Schnappschuss bekanntlich schneller im Netz verbreitet als das Licht, wurde auch die thailändische Lokalpolitik auf das verräterische Foto aufmerksam. Plötzlich ging alles ganz schnell: Maitree Intusut, Phukets Gouverneur höchtpersönlich, beorderte seine Mannen in jene Straße, in der das Foto offenbar geknipst worden war. Und diese wurden fündig: Wie die lokale Nachrichtenseite "Phuket News" berichtet, nahmen die Polizisten bereits am Samstagabend zwei Männer fest, die die Primaten als Fotomotiv für Touristen anboten. Den Männern im Alter von 16 und 20 Jahren drohen nun bis zu vier Jahren Gefängnis und umgerechnet 1000 Euro Geldstrafe.

"Gut, dass du das Foto geschossen hast. Schlecht oder nicht, du hast die Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt!", bedankte sich ein Fan namens monsterbutt_ wenig später auf Rihannas Instagram-Seite. Und so sorgte "Riri" dafür, dass die beiden Loris nun wieder in Freiheit durch die Wälder turnen können.

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