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Designer-Leuchten: Bye, bye Birne!

Um Energie zu sparen, will die EU ab 2009 schrittweise den Vertrieb von Glühbirnen verbieten. Ein Skandal, findet der deutsche Designer Ingo Maurer. Er will nicht auf das warme Licht aus der Birne verzichten - obwohl er selbst fast nur LED-betriebene Leuchten entwirft.

Von Sandra Piske

Wer den Münchner Lichtdesigner Ingo Maurer auf die Glühbirne anspricht, bekommt eine Antwort ähnlich der eines passionierten Rauchers, dem der Arzt die Glimmstängel verboten hat. Maurer gefällt überhaupt nicht, dass die EU als Klimaschutzmaßnahme ab 2009 schrittweise den Vertrieb der herkömmlichen Glühbirne verbieten will. Dabei müssen Leuchten, die heute noch mit Glühbirnen funktionieren, auch nach 2009 nicht ausrangiert werden: Hersteller wie Osram und Philips bieten schon jetzt jede Kerzenform alternativ als Energiesparlampe oder in Halogen an.

Maurer ist von dem warmen Licht der Glühbirne überzeugt: "Ich bin eindeutig dagegen, dass das Leben ganz ohne Glühbirne stattfinden soll. Man wird sie seltener einsetzen müssen, für besondere Feste, zu denen man eine entsprechende Atmosphäre schaffen will. Wir müssen lernen, bewusster und weniger verschwenderisch mit Energie umzugehen. Wo aber eingespart wird, sollte dem Einzelnen überlassen werden." Unter den Neuheiten seiner aktuellen Kollektion ist trotzdem kaum noch eine Leuchte zu finden, die mit einer herkömmlichen Glühbirne funktioniert.

Die Gestaltungsmöglichkeiten vom umweltfreundlichen Leuchtmittel LED oder Halogen begeistern Lichtdesigner und Hersteller. "Alizzcooper", Maurers neue schlangenförmigen Halogenleuchten-Familie, würde mit einer Glühlampe deutlich klobigere Köpfe benötigen. Auch flache Lichtquellen wie die Hängeleuchte "Cara" von Anta, bei der 70 LEDs auf silbernen Platinen strahlen, der schlanke LED-Kronleuchter "Calligrafico" von Valenti oder die strahlenförmigen Faseroptikleuchte "Kristall" der schwedischen Designfirma Lyx wären ohne grazile Leuchtmittel nicht denkbar. LED-Technologie bietet dazu die Möglichkeit, farbiges Licht einzusetzen. Beim LED-Glasziegel von Lei Yueh kann die Farbe je nach Stimmung gewechselt werden. "Hono" von Silver Seiko ist von Form und Farbe eines Streichholzes inspiriert. Die Spitze leuchtet dank LEDs rot, die Flamme flackert bei leichtem Wind und kann sogar ausgepustet werden.

Nicht nur spezialisierte Lichtdesigner wie Maurer oder Tobias Grau, der die Hängeleuchte "Falling" mit neuester LED-Technologie in Bezug auf Lichtintensität und Farbwiedergabe ausstattete, experimentieren mit Leuchtmitteln. Der britische Produktdesigner Ross Lovegrove stattete die Hängeleuchte "Mercury" für Artemide mit einer Hochvolt-Halogenlampe aus. Die quecksilberförmigen Tropfen spiegeln das Licht gegenseitig und streuen es so durch den Raum. Der New Yorker Architekt Hani Rashid setzte in seiner Kollektion "LQ", eine moderne Reminiszenz an den Stil Ludwig XIV., LED-Boards ein.

Der Umgang mit neuen Leuchtmitteln kann mitunter aufwendig sein. Die mechanischen und technischen Herausforderungen von LEDs kosteten den Industriedesigner Yves Béhar bei der Entwicklung der Schreibtischleuchte "Leaf" für Herman Miller schlappe viereinhalb Jahre. Dafür verbraucht sie nun bis zu 60 Prozent weniger Energie, kann die Lichtfarbe von warm bis sachlich wechseln und hat es in die ständige Ausstellung des New Yorker MOMA und das Centre Pompidou in Paris geschafft. Anders als Maurer trauert Béhar der Glühbirne nicht nach: "LEDs sind einfach die bessere Zukunft für uns. Sie bedeuten einen geringeren Energieverbrauch, weniger Abfall und einen besseren Ausdruck. Da sage ich liebend gerne 'Auf Wiedersehen'."

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(