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Nichts für Dicke und Lesben Frauenfeindlicher Kommentar kostet Hervé-Léger-Chef den Job


Promis wie Rihanna machten die hautengen Kleider des Labels Hervé Léger zum Trend. Nun wünschte sich einer der Chefs, seine Mode solle doch bitte weder von fülligen, noch lesbischen oder älteren Frauen getragen werden. Ein Aussetzer mit Folgen.

Taylor Swift zwängt sich hinein oder Nicki Minaj. Auch Rihanna und Kate Winslet tragen die figurumschlingenden elastischen Kleidchen des französischen Labels Hervé Léger. Inzwischen werden die sogenannten Bondage-Kleider auch von Labels wie Topshop oder H&M vertrieben. Doch nun gerät das Label mit Negativ-Meldungen in die Schlagzeilen und muss sich nach einem neuen Chef in Großbritannien umsehen - und Patrick Couderc nach einem neuen Job. In einem Interview mit der "Mail on Sunday" sagte er, die Kleider seines Arbeitgebers eigneten sich weder für etwas fülligere, noch für alte oder lesbische Frauen. Daraufhin wurde er entlassen.

Ein körperumschlingendes Kleid mit Zipper, die Nägel rosa lackiert, dazu Perlenohrringe und schwarze Lackpumps. Am Montagabend zeigte sich Caitlyn Jenner erstmals seit ihrem "Vanity Fair"- Cover im New Yorker Nachtleben- in einer eleganten Variante des beinahe charakteristischen Kardashian-Looks. Angeleuchtet von Blitzlichtern und Smartphone-Kameras verließ sie ein italienisches Restaurant im Manhattener Stadtteil Tribeca. In den vergangenen Wochen hatte sie vornehmlich LGBT-Zentren, Treffpunkte der Gemeinschaft von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender besucht und Vorträge gehalten.
Ein körperumschlingendes Kleid mit Zipper, die Nägel rosa lackiert, dazu Perlenohrringe und schwarze Lackpumps. Am Montagabend zeigte sich Caitlyn Jenner erstmals seit ihrem "Vanity Fair"- Cover im New Yorker Nachtleben- in einer eleganten Variante des beinahe charakteristischen Kardashian-Looks. Angeleuchtet von Blitzlichtern und Smartphone-Kameras verließ sie ein italienisches Restaurant im Manhattener Stadtteil Tribeca. In den vergangenen Wochen hatte sie vornehmlich LGBT-Zentren, Treffpunkte der Gemeinschaft von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender besucht und Vorträge gehalten.
© picture alliance

 Er rate sehr vielen normalen Frauen davon ab, sagte Couderc, sein Kleid zu tragen. Sie würden in die Boutique kommen, ein Kleid anziehen, in den Spiegel schauen und denken: Argh, bin ich fett. "Voluminöse Frauen, die breite Hüften und wenig Oberweite haben, sollten die berühmten Kleider nicht tragen."  Auch lesbische Frauen sollen keine Kleider der Marke anziehen. "Wenn du eine bekennende Lesbe bist und dein ganzen Leben lang Hosen trägst, wirst du niemals ein Kleid von Léger kaufen. Sie wollen immer nur männlich und lässig aussehen."

Und auch das reichte Couderc nicht. Älteren Frauen würde er nicht anraten, die Kleider zu tragen. "Was sie nicht sehen, ist, dass ihr Dekolleté zwei Inches (rund 5cm) zu tief hängt, weil sie 55 sind." Dann sei es Zeit, nicht mehr alles so zu präsentieren als sei man 23. 

"Schockiert und empört"

Der Konzern distanzierte sich von seinen Aussagen. "Die Marke Hervé Léger by Max Azria und ihr Mutterunternehmen, die BCBGMAXAZRIA Group, sind schockiert und empört über Patrick Coudercs Kommentare in der 'Mail on Sunday'", ließ das Unternehmen verlauten. "Page Six" bestätigte zudem, dass der Manager seinen Posten räumen musste.

Er wünsche sich, dass die Kleider von "Menschen mit einer Expertise" getragen würden, nicht von Reality-TV-Stars.  Als Beispiel nannte er die "Sex and the City"-Schauspielerin Kim Catrall. Doch selbst die dürfte nach seinen eigenen Aussagen keine Léger-Kleider mehr tragen. Catrall ist 58 Jahre alt.

val

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